Beim Radewegenetz gibt es noch einiges zu tun

Für 50.000 Euro hat die Stadt eine Gefahrenstelle im insgesamt 180 Kilometer umfassenden Radwegenetz beseitigt. An der Ecke Karl-/Behringstraße heißt es nun: geradeaus statt über die Fußgängerfurt.

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Geradeaus statt eines Schlenkers ist die Devise bei Radfahrern an der Kreuzung Karl-/Behringstraße. Foto: C.Walleit

Es ist zwar kein Novum, aber doch noch relativ selten in der Stadt zu sehen: Früher ging es an dieser Stelle der Karlstraße gleich nach der Shell-Tankstelle für den Radler im Schlenker nach rechts und dann über die Fußgängerfurt über die Behringstraße. Die Gefahr bestand dabei, von abbiegenden Autofahrern, die den "Schulterblick" außer Acht lassen, übersehen zu werden. Nun wurde ein, so Katrin Korth, stellvertretende Leiterin des Amts für Straßen, Umwelt und Verkehr, "geschützter Weg" seitlich neben den Autofahrern angelegt. Unfallzahlen belegten, dass diese Variante wesentlich weniger Gefährdungspotenzial aufweist. Der Autofahrer sieht den Radler neben sich, der zeitgleich zu den Ampelphasen fährt.

Die 50 000 Euro sind aus Sicht der Stadt gut investiert, zwei bis drei solcher Maßnahmen sind pro Jahr im Etat drin. Hier an der Kreuzung Karl-/Behringstraße handelt es sich um einen wichtigen Lückenschluss auf der Ost-West-Trasse. In der Gegenrichtung wurde ein ebenso wichtiger Lückenschluss bereits realisiert: Vom Stuttgarter Knoten kann man bis zur Abbiegung Unter den Linden durchgängig auf einer geschützten Radspur unterwegs sein.

Vieles, weiß Katrin Korth, werde in Sachen Radwegenetz "punktuell" gemacht. Da sei fraglos noch "einiges zu tun" - und "es ist auch möglich", wie ihr Kollege im Amt, der zuständige Sachbearbeiter Patrick Heintel, assistiert. Nur, was für den Radler ideal ist, muss es für andere Verkehrsteilnehmer nicht sein. Insbesondere bei den Zufahrtsmöglichkeiten in die und in der Altstadt selbst kommt man zu dem Punkt, wo "verschiedene Bedürfnisse", wie derer von Fußgängern und Autofahrern, abgewogen werden müssen. Katrin Korth räumt allerdings ein, dass sie, was die Radfahrbeziehungen in der Altstadt angeht, als Planerin nicht gerade glücklich ist. "Wir würden gerne mehr tun", sagt die Vize-Amtsleiterin, aber das sei ein Thema, das auch politisch entschieden werden müsse - und nicht zuletzt ist es eine Frage des Geldes. Eines aber dürfte klar sein: Wenn jemand problemlos mit dem Rad in die Altstadt kommt, ist er eher geneigt, vom Auto auf das umweltfreundliche Velo umzusteigen.

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