Beim Energiemanagement auf dem richtigen Weg

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Die sauberste Energie ist die, die gar nicht erst verbraucht wird. Diese Einsicht könnte Pate gestanden haben für den Auf- und Ausbau eines qualifizierten Energiecontrollings in der Gemeinde Eningen. Begleitet durch die Klimaschutzagentur Reutlingen, werden seit 2014 Maßnahmen ergriffen, die einerseits den Heiz- wie auch den Strombedarf in den gemeindeeigenen Liegenschaften reduzieren.

Mit Energieberichten soll regelmäßig Zwischenbilanz gezogen werden. Das aktuelle Fazit im Technischen Ausschuss: Die Gemeinde setzt an den richtigen Stellschrauben an.

Im Vergleich zu 2013 wurden in Eningen rund 220 Tonnen CO2 pro Jahr, beziehungsweise 15 Prozent eingespart. Besonderer Fokus der Maßnahmen lag auf den prominenten Strom- und Energiefressern der Gemeinde. In der Günter-Zeller Halle etwa gelang es, den Stromverbrauch durch die neue LED-Beleuchtung um rund 45 Prozent zu drücken. In der Gesamtschau werden in den Liegenschaften der Gemeinde rund vier Prozent weniger Strom verbraucht.

Trotz fortschreitender Technisierung. Die Achalmschule, die Günther-Zeller-Halle und die Sporthalle Arbachtal verbrauchen knapp die Hälfte des Gesamtstroms aller 18 betrachteten kommunalen Gebäude. Entsprechend liegt dort auch weiter der Fokus, um weitere Einsparpotentiale zu heben. Insbesondere der hohe Stromverbrauch in der Arbachtalhalle sei kritisch zu analysieren und durch moderne Gedäudetechnik zu optimieren.

Maßnahmen, die sich nicht nur auf die Umwelt, sondern auch in der Gemeindekasse auswirken. Wie bei der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED.

Auch wenn die Umrüstung 2015 noch in vollem Gange war, registrierte man hier bereits einen Rückgang des Stromverbrauchs um rund 23 Prozent. Der Gesamtverbrauch der Straßenbeleuchtung lag 2015 erstmals unter dem aller kommunalen Gebäude zusammen.

 Was die Reduzierung des Wärmeverbrauchs betrifft, sind Maßnahmen bei den Hauptabnehmern,  wie im Fall der Achalmschule entweder bereits in der Umsetzung, oder im Fall der Günther-Zeller-Halle, der beiden Rathäuser, des Bauhofs, der Schillerschule oder des Feuerwehrgerätehauses kurz- oder mittelfristig geplant. Trotz Dämmmaßnahmen verbraucht die heizenergieintensive Achalmschule knapp ein Viertel der Gesamtenergie aller 18 kommunalen Gebäude. Hier liege denn auch der Sanierungsfokus.

 In der weiter gefassten Planung gerät nun auch das Waldfreibad in den Blick. Bei seiner anstehenden Sanierung will man verstärkt ein Augenmerk auf energiesparende Maßnahmen, wie beispielsweise eine Folienabdeckung, legen. Dem Ziel, schonend mit den Ressourcen umzugehen, hat sich auch das Eninger Projekt „Fifty-Fifty“ verschrieben. Einsparungen, die durch sensibilisiertes Nutzungsverhalten entstehen, sollen zur Hälfte den teilnehmenden Einrichtungen, den Kindergärten Bruckberg und Sulz, zu Gute kommen. Eine erste Zwischenbilanz soll im Frühjahr 2017 gezogen werden.

 Grundsätzlich wähnt sich die Gemeinde mit den bereits umgesetzten und ins Visier genommenen Vorhaben auf dem richtigen Weg. Das Energiemanagement soll jedenfalls in Zusammenarbeit mit der Klimaschutzagentur Reutlingen weiter systematisiert und ausgebaut werden.

Prozent weniger Strom wird in der Zeller-Halle verbraucht, seit die neue LED-Beleuchtung installiert ist

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