Beim Boote bauen viel gelernt

Sich früh beruflich zu orientieren, wird immer wichtiger: Einstein-Gymnasiasten, die in Kooperation mit dem Strickmaschinenhersteller Stoll an der Schüler-Ingenieur-Akademie teilnahmen, zeigten ihre Ergebnisse.

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Die beiden Elftklässler des Albert-Einstein-Gymnasiums, Diana Wuttig und Borui Zhu, haben an der Schüler-Ingenieur-Akademie in Zusammenarbeit mit dem Strickmaschinenfabrikanten Stoll teilgenommen und ein Boot gebaut.  Foto: 

Zugegebenermaßen: Die Boote, die im Rahmen der Schüler-Ingenieur-Akademie entstanden und am Mittwochabend vorgestellt wurden, sahen durchweg abenteuerlich aus. Einen Schönheitspreis galt es bei der Schüler-Ingenieur-Akademie sowie der erstmals aufgelegten Kooperation zwischen dem Albert-Einstein-Gymnasium (AEG) und dem Strickmaschinenhersteller Stoll aber ohnehin nicht zu gewinnen. Ging es doch darum, dass die Schüler praktische Erfahrungen in einer beruflichen Einrichtung sammeln und die Abläufe in einem Unternehmen kennen lernen konnten.

In der Abschlusspräsentation der Arbeiten waren nicht nur die Ergebnisse des über das Schuljahr verteilten Projekts zu sehen. Die elf Gymnasiasten hatten auch viel mehr gelernt, als nur ein mit dem Smartphone gesteuertes Boot zu bauen. Zum Projekt gehörten neben dem Teamtraining auch die unterschiedlichsten Kurse. So erhielten die Schüler Einblicke in das computergestützte Zeichenprogramm CAD, mussten per Hand technische Pläne anfertigen sowie unterschiedliche Metallwerkstücke bearbeiten. Schließlich sollten die Boote am Ende der Akademie funktionieren. Eine Herausforderung stellte vor allem die Fernsteuerung der Boote dar, die per Kippbewegung des Smartphones gelenkt werden sollten. Letztlich gelang den Schülern aber die Programmierung, so dass die Boote tatsächlich in See stechen beziehungsweise in einem Pool ihre ersten Schwimmversuche unternehmen konnten.

"Es ist toll, junge Leute an Technik heranzuführen", sagte Stoll-Geschäftsführer Andreas Schellhammer. Die erstmalige Teilnahme an der Schüler-Ingenieur-Akademie habe nicht nur die Schüler, sondern auch die Stoll-Ausbildungswerkstatt gefordert. Dr. Günter Ernst, Leiter des Albert-Einstein-Gymnasiums, zeigte sich ebenfalls zufrieden: "Das Projekt setzt interessante Akzente." Zudem entspreche es nicht der oftmals herrschenden "Wisch- und Weg-Mentalität".

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