Bei 148 Zwei-Achsern das Limit erreicht

Mehrere hundert Besucher kamen zum dritten Tag der langen Gleise in die Arbachtalstraße. Als Hingucker kristallisierten sich die Modelleisenbahn-Züge, die Gartenbahn-Anlage und DC-Car-Möglichkeiten.

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Welcher wird wohl der längste Zug auf den Gleisen sein? Die Mitglieder des Märklin Insider Stammtisch 72 (MIST 72) hatten sich diesmal ehrgeizige Ziele gesteckt: Der Stammtischzug aus 77 Wagen mit MIST-72-Logo wollte nicht nur auf der Geraden wirken, sondern auch die Gleisbogen störungsfrei durchrauschen, heißt es in einer Mitteilung.

Von erfolgreichen Durchfahrten angestachelt, wurde der Zug Block für Block durch zahlreiche Bierwagenvarianten ergänzt. Die 100 wurden überschritten, und es gab kein Fahrproblem. Erst bei 148 angehängten Zwei-Achsern zeigte sich das Limit. Allerdings nur im Bahnhofsbereich, da dort die Gleisradien anlagenkonstruktionsbedingt sich für diesen Riesenwurm als zu eng erwiesen. Die Folge war: Der Zug entgleiste. Aber immerhin: Er kam einwandfrei durch den reichlich dimensionierten Radius der Streckenwende - am Haken des Big Boy.

Was die Besucher alles aus Körben und Kartons so auspackten, war wunderbar geeignet für die langen Gleise des MIST 72, inklusive der Metallgleis-Strecke für analoges Rollmaterial aus vergangener Epoche. Da lachten die Enthusiasten.

Ebenfalls beeindruckende Ausmaße zeigte die Gartenbahn LGB. Acht mal sechs Meter Fläche ermöglichten variantenreiches Fahren auf den ausgelegten Gleisen. Auch hier kamen Besucherschätze zur vollen Wirkung, goutiert von den dauernd besetzten Stühlen in der ersten Reihe. Was die jüngsten Modelleisenbahner sicherlich mehr ansprach, war auf dem Spielteppich mit dem Batterie-IC und auf den Tischen der Bastelecke zu sehen. Großzügige Unterstützung zweier namhafter Modellhaushersteller - einer aus dem Ländle, der andere aus Sachsen - ermöglichte die kostenfreie Kreativität. Auch für zu Hause. Oder beim Kinder-Stammtisch des MIST 72.

In dieser Art noch nicht bei dem bisherigen Tag der langen Gleise geboten war die Modelleisenbahnbereicherung DC-Car (neudeutsch: Digital-Controlled-Car oder verständlicher: rechnergesteuertes Auto). Eine Anlage zeigte die Schönbuchbahn in den Straßenverkehr eingebettet. Ein Rohbau des MIST 72 vermittelte die Grundlagen einer DC-Car-Anlage. Ein Modul präsentierte die Wirkungsweise der Infrarot-Steuerung.

Für die auch in der Elektronik nötige Wartung der Reifen-Fahrzeuge wurde am Reparaturplatz vorgeführt und die daraus resultierenden Besucherfragen kompetent beantwortet. Nicht zu übersehen war aber die über sechs Meter lange Modulanlage einer Nachbildung der Schmalspurbahn Zittauer Mandaubrücke im Maßstab 1:87. Eisenbahn und fahrender Straßenverkehr - das ist es.

Info Das nächste vom MIST 72 organisierte Seminar für DC-Car wurde inzwischen schon einmal gebucht. Weitere Informationen zu und über den MIST 72 gibt es im Internet unter www.mist72.de.

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