Baustein gegen Hochwasser

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Einweihung der sanierten Hans-Roth-Brücke in Betzingen, gleichzeitig ein erster Baustein der Hochwasserschutzmaßnahmen an der Echaz.  Foto: 

Feierlicher Akt zur offiziellen Inbetriebnahme einer neuen Brücke in Betzingen: Mit dem Bauwerk der Hans-Roth-Brücke wurde laut Oberbürgermeisterin Barbara Bosch aber nicht nur die Überquerungsmöglichkeit zwischen der Steinachstraße und dem Schulzentrum sowie dem Hallenbad in Reutlingens größter Teilgemeinde erneuert: „Mit diesem Projekt ist der erste Baustein der Hochwasserschutzmaßnahmen an der Echaz in Betzingen fertiggestellt worden“, betonte Barbara Bosch.

„Der Schutz vor den Auswirkungen von Hochwasser beschäftigt mich seit meinem Amtsantritt in Reutlingen im Jahr 2003“, erinnerte sich Bosch bei der kleinen Feierstunde am Rande der gemütlich dahinfließenden Echaz. Immer wieder sei gerade auch Betzingen von Hochwasser betroffen gewesen – „und das nächste Ereignis dieser Art kommt bestimmt“. Allerdings werde seitens  der Stadt für die Maßnahmen zum Hochwasserschutz viel Geld investiert. „Wir haben die Spirale des mehrfach auftretenden Hochwassers verstanden“, sagte  Bosch. Dennoch werden die Anstrengungen gegen mögliche Katastrophen keine hundertprozentige Sicherheit bieten können.

480 000 Euro kostete die neue Brücke in Betzingen, das Echazbett wurde dabei von 7,50 Meter auf zwölf Meter aufgeweitet. Doch damit nicht genug: Zusätzlich wurden vor und hinter der Brücke entlang der Steinachstraße Betonseitenelemente aufgestellt – um bei kommenden Stark­regen die Wassermassen möglichst im Flussbett zu halten.

Bosch erinnerte daran, dass schon im Juni 2016, „vor dem damaligen Hochwasser“, die Arbeiten an der Brücke begonnen wurden. Zuvor sei jedoch bei Routineprüfungen festgestellt worden, dass „die Brücke baufällig war“, wie auch Betzingens Bezirksbürgermeister Thomas Keck hervorhob. Nach diesem 2016er Hochwasser sind laut Bosch jedoch an anderen Stellen der Stadt die Maßnahmen gegen Hochwasser vorrangig gewesen. „So kamen wir mit dem Bau der neuen Brücke in Betzingen in den Oktober hinein.“ Da hätten die Arbeiten im Echazbett wiederum nicht vorgenommen werden können, „wegen des Laichens der Fische“. Deshalb habe die Baumaßnahme länger gedauert als geplant.

„Bis all die Maßnahmen an der Echaz zum Hochwasserschutz vollendet sind, werden aber noch  etliche Jahre vergehen“, betonte Keck. Und bis dahin müsse wohl mit weiteren Hochwassern gerechnet werden. Außerdem sei es mit den Maßnahmen an der Echaz allein nicht getan: Auch der Breitenbach und der Leyrenbach müssen laut Keck angegangen werden, weil sich diese beiden Rinnsale in der Vergangenheit schon mehrfach zu reißenden Strömen verwandelt haben.

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