Bauen an der Stadt von morgen

Ein 14-stöckiges Gebäude und 6000 Quadratmeter Büro- und Wohnfläche: Der Stuttgarter Investor Blue Estate wird an der Ecke Konrad-Adenauer/Eberhardstraße einen bemerkenswerten "Hochpunkt" setzen.

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Architekt Axel Walk, Baubürgermeisterin Ulrike Hotz und Axel Ramsperger vom Stuttgarter Investor Blue Estate (von links) vor dem Walk-Modell des Areals "Hamburg-Mannheimer".  Foto: 

Schwerpunktmäßig habe man sich in den vergangenen 15 Jahren mit der Innenentwicklung beschäftigt, sagte Baubürgermeisterin Ulrike Hotz bei der Ausstellungseröffnung der Mehrfachbeauftragung für das Areal "Hamburg-Mannheimer" in der Rathaus-Eingangshalle. Ziel sei es gewesen, behutsam nachzuverdichten und Stadt- und Ortsbilder zu verbessern. "Nur dort, wo Wohnen, Arbeiten und Einkaufen nahe beieinander liegen, entsteht Urbanität als Grundvoraussetzung für eine lebendige Bürgerschaft", betonte die Dezernentin.

Dieses Erfolgsmodell lasse sich an den Zahlen der vom Gemeinderat beschlossenen Wohnbauflächenoffensive ablesen, denn 2014 und 2015 wurden mehr als 400 Wohneinheiten jährlich fertiggestellt, Reutlingen wuchs im Vergleich mit anderen Städten ähnlicher Größenordnung am stärksten und jährlich kommen um die 700 neue Einwohner in die Achalmstadt. Die prognostizierten 1000 Migranten jährlich sind hier noch gar nicht eingerechnet. Jetzt, so Ulrike Hotz, stehe man vor einem "Paradigmenwechsel": Nun müsse man nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ und nachhaltig neue Wohn- und Lebensräume entwickeln. Mit jedem Bebauungsplan in die Fläche und in die Höhe "bauen wir die Stadt von morgen", womit Ulrike Hotz bei der aktuellen Rathaus-Ausstellung und dem Stuttgarter Investor Blue Estate, eine Immobiliengesellschaft, die das Areal "Hamburg-Mannheimer" erworben hat, war. Der Geschäftsführende Gesellschafter Axel Ramsperger erläuterte, dass das Reutlinger Architekturbüro Walk dort ein 14-geschossiges Gebäude mit Handels- und Büroflächen geplant hat. Alternativ sollen in den oberen Etagen auch Wohnflächen entstehen - insgesamt 6000 Quadratmeter.

Das Besondere an diesem Projekt, führte Ulrike Hotz weiter aus, sei nicht nur die städtebaulich herausragende Lage als "neuer Ankerpunkt des öffentlichen Raums" mit den gegenüberliegenden Fixpunkten Tübinger Tor, GWG-Neubau und Stadthalle, sondern, dass sich Blue Estate auf eine Mehrfachbeauftragung eingelassen habe. Dabei gehe es nämlich darum, im öffentlichen Interesse die beste städtebauliche Lösung herauszuarbeiten.

Die Ecke Konrad-Adenauer-/Eberhardstraße ist aber nicht der einzige "Hochpunkt": An der Bahnlinie wird, wie berichtet, das "Stuttgarter Tor" entstehen, ein 16-geschossiges Hochhaus mit Gastronomie, Büro- und Wohnflächen mit rund 8000 Quadratmetern.

Anfang nächsten Jahres wird - viele kommunalpolitische Beobachter werden sagen: endlich - eine Mehrfachbeauftragung zur Entwicklung des ehemaligen Max-Moritz-Geländes an der Ecke Stuttgarter Straße/Karlstraße mit über 250 Wohneinheiten erfolgen.

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