Auster aus dem peruanischen Hochland

Erdgeschichte zum Anfassen und Erleben - das war bei der Mineralien- und Fossilienbörse in der Wittumhalle möglich. Außer steinernen Zeugen zogen die Besucher auch die Geschichten drumherum in den Bann.

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"Man läuft drauf herum und weiß gar nicht, was alles in der Erde steckt" - Gabriele Herpolsheimer ist begeisterte Hobbymineralogin und hat im Lauf der Jahrzehnte mit ihrem Mann nicht nur unzählige Stücke, sondern noch mehr Geschichten gesammelt. Denn über Mexiko und Australien war sie an vielen Orten dieser Welt und brachte selbstverständlich immer steinerne Erinnerungen mit.

Weil die Steine aber nicht im Keller des Ehepaars aus Oberstaufen verstauben sollen, geht es gelegentlich noch auf Börsen. Die Veranstaltung der Tübinger und Reutlinger Mineralien- und Fossilienfreunde gehört fest ins Programm. Doch weil nicht nur die Steine von der Erdgeschichte erzählen sollen, hat Gabriele Herpolsheimer immer auch einige Fotos dabei und zeigt, was sie alles erlebt hat. Bilder aus den australischen Opalminen sind da aber zu sehen und zeigen die rüstige Pensionärin beim Einstieg in eines der unscheinbaren Löcher - rund 40 Meter gings in der Tiefe. Dort sei auch die Werkstatt des Schürfers gewesen, der ihr einen selbst entdeckten Opal gleich noch geschliffen hätte.

Doch das alles sind Erinnerungen. Denn zwischenzeitlich hat sich für Herpolsheimer und ihren Gatten nicht nur die Zahl der besuchten Börsen deutlich reduziert. Es sei außerdem deutlich komplizierter geworden, Fundstücke nach Deutschland zu bringen. Während der Zoll in der Vergangenheit nämlich kein großes Interesse an den Steinen gehabt habe, müsse zwischenzeitlich alles ausgepackt und zur Begutachtung vorgezeigt werden. Ein Aufwand, den sich die Sammlerin nicht mehr machen möchte. Nichtsdestotrotz kommen bei den Herpolsheimers immer wieder neue Stücke dazu. So wie beispielsweise die versteinerte Auster, die von einem peruanischen Händler stammt und die das Ehepaar in München erstanden hat. Wobei das faszinierende weniger die Auster, sondern vielmehr der Fundort sei. Wurde das Objekt doch im peruanischen Hochland und somit weit weg vom Meer gefunden. Wie die Auster dort hingekommen ist, erklärt Herpolsheimer mit der Verschiebung der Erdplatten.

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