Aufruf zu ersten Warnstreiks der IG Metall

Die IG Metall ruft die Beschäftigten nach Ablauf der Friedenspflicht bei den Tarifverhandlungen zu ersten Warnstreiks in der Region auf.

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Nach den ersten zwei Verhandlungsrunden in Baden-Württemberg konnte nach Gewerkschaftsangaben noch keine nennenswerte Annäherung zwischen den Tarifvertragsparteien erreicht werden. Deshalb sieht sich die IG Metall gezwungen, den Druck in den Betrieben zur Beschleunigung der Verhandlungen zu erhöhen, heißt es in einer Mitteilung.

Erster Bevollmächtigter der IG Metall, Ernst Blinzinger aus Reutlingen, erläuterte die Zusammenhänge: "Wir streiten für eine neue Altersteilzeit, eine Bildungsteilzeit und für 5,5 Prozent mehr Entgelt. Für uns sind alle drei Forderungen gleichberechtigt und gleich wichtig.

Südwestmetall erklärt die IG Metall für die Forderung als realitätsfremd - ein Affront gegenüber den mehr als einer halben Million Beschäftigten, aus deren Antworten bei der großen Beschäftigtenbefragung in 2013 die Forderungen hervorgehen."

Die zweiten Verhandlungen für den Südwesten am Montag in Ludwigsburg wurden nach Gewerkschaftsangaben von rund 5000 Beschäftigten begleitet, um der Arbeitgeberseite zu zeigen, dass die Basis hinter der dreigliedrigen Forderung steht. "Aus Reutlingen waren wir mit 230 Kolleginnen dabei sehr stark vertreten und sind uns sicher, dass unseren Aufrufen zu den Warnstreiks nach den Ende der Friedenspflicht ab 29. Januar viele Beschäftigte in der Region folgen werden", berichtet die stellvertretende IG Metall-Bezirks-Chefin Tanja Silvana Grzesch aus Reutlingen.

Für folgende Betriebe sind heute Aktionen und Kundgebungen der Metallgewerkschaft geplant: Robert Bosch GmbH, Tübinger Straße, Walter AG Münsingen, Automotive Lighting, Tübinger Straße, Siemens Tübingen, Kion Mittelstadt Werk 1.

In weiteren Betrieben aus dem Zuständigkeitsbereich der IG Metall Reutlingen-Tübingen werden am heutigen Freitag ebenfalls Warnstreikaktionen stattfinden, teilt die IG Metall mit. Beteiligt sind daran auch die Betriebe Stoll (Industriegebiet Mark West Reutlingen), Magura (Bad Urach), Lechler (Metzingen), TBT Tiefbohrtechnik (Dettingen), Modine (Pliezhausen), Burkhardt + Weber (Reutlingen), Sauter Feinmechanik (Metzingen), Baumann (Lichtenstein-Unterhausen), Holder (Metzingen), Wepuko Pahnke (Metzingen), WMF (Hayingen) und Elring Klinger (Dettingen/Erms).

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