Auf Gustav Werners Spuren

Am 14. Februar 1840 ging Gustav Werner zusammen mit zehn Kindern und zwei Mitarbeiterinnen zu Fuß von Walddorf nach Reutlingen. Daran erinnert nun der Gustav-Werner-Wanderweg.

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  • Rund 150 Wanderer begingen den ersten Abschnitt des neuen Gustav-Werner-Wanderweg. Fotos: Stefan Heide 1/2
    Rund 150 Wanderer begingen den ersten Abschnitt des neuen Gustav-Werner-Wanderweg. Fotos: Stefan Heide
  • Roy Zutavern (Gustav-Werner-Stift), Günter Braun, Rainer Single (beide Bruderhaus-Diakonie), Lothar Bauer. 2/2
    Roy Zutavern (Gustav-Werner-Stift), Günter Braun, Rainer Single (beide Bruderhaus-Diakonie), Lothar Bauer. Foto: 
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Der Gustav-Werner-Wanderweg soll den Weg nachvollziehen, den Gustav Werner, der Stiftungsgründer der heutigen BruderhausDiakonie, vor 175 Jahren gegangen war. Der Pfarrer, Sozialreformer und Industriepionier hatte 1840 das Pfarramt aufgegeben, um sich voll seiner diakonischen Arbeit zu widmen. Er zog von Walddorf, heute ein Ortsteil von Walddorfhäslach, um nach Reutlingen. Dort entstanden später Handwerksbetriebe und "christliche Fabriken".

Der genaue Weg, den Gustav Werner 1840 gegangen ist, ist nicht bekannt. So verbindet der Wanderweg Wirkungsstätten des Sozialreformers und heutige Einrichtungen der Bruderhaus-Diakonie miteinander. Die erste Etappe führt von der evangelischen Pfarrkirche in Walddorf über Dörnach bis zum Seniorenzentrum "Haus am Schulberg" in Pliezhausen.

Rund 150 Neugierige wanderten am Sonntag die rund sechs Kilometer. Sie gingen im Garten des Seniorenzentrums "Gustav-Werner-Stift" in Walddorf los, obwohl eisige Temperaturen und teilweise Schneefall nicht gerade dazu einluden. Die Herausforderung bei der Streckenführung bestand Dorothee Lürbke, Öffentlichkeitsarbeits-Volontärin der Bruderhaus-Diakonie, zufolge darin, barrierefreie Wege mit geringen Steigungen zu finden, die auch für Menschen mit Behinderungen begehbar sind. Trotzdem sollte die Strecke landschaftlich schön sein und Aussichten, Sitzbänke und andere Attraktionen bieten.

Dorothee Lürbke erarbeitete den Gustav-Werner-Weg zusammen mit ihrer Chefin, Sabine Steininger, der Leiterin der Kommunikationsabteilung, und Ulrich Gänzle vom Schwäbischen Albverein. Rollstuhlfahrer testeten, ob der Weg für sie geeignet ist.

Die Beteiligten haben die selbst gestellten Anforderungen an den Weg erfüllt, das zeigt die erste Etappe: Sie führt über Nebenstraßen und Feldwege und glänzt mit schönen Ausblicken auf die Achalm und die Schwäbische Alb.

In Absprache mit dem Albverein verzichtete die Bruderhaus-Diakonie auf eine Beschilderung des Wegs, weil schon viele andere Wege mit Schildern ausgestattet sind. Wer also auf Gustav Werners Spuren wandern will, der sollte vorab auf der Internetseite der Bruderhaus-Diakonie die Streckenführung ansehen. Dort gibt es auch weitere Informationen: Beschaffenheit der Wege, Parkplätze, Sanitäranlagen, Anreise, Lebensmittelgeschäfte und Gaststätten sowie historische Hinweise.

Nach dem Winter werden sieben weitere Teilstrecken mit Rollstuhlfahrern geprüft und Informationen zu den Etappen ins Internet gestellt. Außerdem soll noch ein Wanderführer in leichter Sprache erarbeitet werden. Die weiteren Teilstrecken sind von Pliezhausen nach Mittelstadt, von Mittelstadt nach Orschel-Hagen, von Orschel-Hagen nach Betzingen, von Betzingen nach Gaisbühl, von Gaisbühl-Fahrradwerkstadt und Fahrradwerkstatt zum Krankenhäusle sowie der Rundweg Dörnach/Gniebel/Rübgarten. Insgesamt ist der Gustav-Werner-Weg 46 Kilometer lang, davon entfallen sieben Kilometer auf den Rundweg. Die einzelnen Etappen sind 2,5 bis elf Kilometer lang.

Info: Informationen zum Gustav-Werner-Wanderweg, besonders zur ersten Etappe, finden sich im Internet unter: www.bruderhausdiakonie.de/fileadmin/layouts/portal-bruderhausdiakonie/wir-ueber-uns/Kirchberger_Impulse/Gustav-Werner-Wanderweg_web.pdf

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