Antikmesse: Boom zum Auftakt

42 Aussteller aus dem In- und Ausland präsentieren bei der 34. ,,Drei-Königs-Antik" Kunst und Antiquitäten im Wert von knapp 30 Millionen Euro. Am Eröffnungstag kamen nahezu 1800 Besucher in die Listhalle.

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Händler wie Wolfgang Paul (rechts) aus München kommen gerne zur Drei-Königs-Antik in die Listhalle. Foto: Dietmar Czapalla

Als die 34. "Drei-Königs-Antik" gestern um 11 Uhr ihre Tore öffnete, war der Besucherandrang schon zu Beginn groß. Kein Wunder, gilt die Traditionsmesse doch in Fachkreisen als Ausnahmeerscheinung unter den bundesdeutschen Antiquitätmessen. So war auch diesmal in der Listhalle schnell ausgebucht. Organisiert wird sie in diesem Jahr erstmals von der Messe Sindelfingen, die dabei mit dem bisherigen, überaus erfahrenen Veranstalter Roland Mezger Hand in Hand arbeitet.

Etwa 80 Frühaufsteher, "überwiegend Sammler!", aus nah und fern drängten sich vor dem Tor. Kein Wunder, hat sich die "Drei-Königs-Antik" längst zum beliebten Magnet für Kunstfreunde, Sammler und Antiquitätenliebhaber entwickelt. "Etwa 1800 Besucher" kamen, schätzt Mezger am Eröffnungstag.

42 Händler und Galeristen aus mehreren Ländern präsentieren wiederum ein breit gefächertes und qualitativ ansprechendes Angebot. An ihren reichhaltig bestückten Verkaufsständen bieten sie ebenso sehenswerte wie hochkarätige Antiquitäten und Kunstobjekte höchster Güte an. Die "Drei-Königs-Antik" hat etliche Höhepunkte im Angebot. Neben antiken Möbeln samt Zubehör, vom Barock über Biedermeier-Zeit und Jugendstil bis hin zum Art Déco bietet sie auch eindrucksvolle Volkskunst aus vieler Herren Länder sowie wertvolle Ölgemälde aus fünf Jahrhunderten. Aber auch Kunst und antike Raritäten als Wertgegenstand sind ein Thema der diesjährigen Messe.

Von Anfang an mit dabei ist der Kunsthändler Albert Maier aus Ellwangen. "Reutlingen ist für mich ein fester Termin, weil es die nettesten Kunden gibt", sagt er mit Blick auf seine "Volkskunst aus dem süddeutschen Raum, bürgerlich und bäuerlich aus dem 18. bis 20. Jahrhundert". Stammgast Wolfgang Paul aus München hat abermals Antiquitäten, Uhren und Schmuck im Angebot. Die laut Mezger "ältesten Sachen aus aller Welt" - unter anderem ein Gefäß aus der Zeit 2000 vor Christi - bietet Nahim Rafiqu aus Karlsruhe zum Kauf an. Nicht zu vergessen Atila Beninger vom Reutlinger "Trödellädle", bei dem man "viel von Reutlingen, für jeden Geldbeutel", darunter alte Grafiken, Stiche und Gemälde Reutlinger Maler erstehen kann.

Heute gibt es zwischen 16 und 18 Uhr wieder eine kostenlose "Schätzstunde". Wer den Wert seiner mitgebrachten Privatschätze wissen möchte, kann ihn da von Experten für alte Gemälde, Asiatica und alte Puppen schätzen lassen.

Info Die Antiquitätenmesse in der Listhalle ist noch bis Sonntag, 8. Januar, täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet sieben Euro.

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