Anker: SPD will Anpassungen

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SPD-Fraktionschef Helmut Treutlein (links) und Vize Sebastian Weigle wollen das Anmeldesystem „Anker“ gerechter machen.  Foto: 

Der Ort, um über Verbesserungen in der Kinderbetreuung zu sprechen,  war mit dem Stadtgarten gut gewählt. SPD-Fraktionschef Helmut Treutlein  und sein Vize Sebastian Weigle präsentierten dort den Antrag der SPD-Gemeinderatsfraktion, der die zentrale Anmeldung Kinderbetreuung Anker mit ihrem Punktesystem verbessern will. Der erste Punkt zielt darauf ab, dass die Eltern Punkte für Geschwisterkinder erhalten. Damit soll vermieden werden, dass Geschwister in unterschiedlichen  Einrichtungen in verschiedenen Teilorten untergebracht sind. Dieses Ergebnis als Folge der derzeit gültigen Punkteregelung ist für Weigle weder  aus ökologischer, noch aus pädagogischer, noch aus sozialer Sicht richtig.

Weiter fordert die SPD, dass Einrichtungen, die Kinder zwischen ein und sechs Jahren betreuen, zukünftig als eine Einrichtung angesehen werden. Bislang war es so, dass diese Häuser rechtlich in eine U-3- und in eine Ü-3-Einrichtung aufgespalten waren. Das hatte zur Folge, dass Kinder aus dem U-3-Bereich das Haus verlassen mussten, auch wenn ein freier Platz im Ü-3-Bereich vorhanden war. „Das führt zu unnötig komplizierten und für die Kinder belastenden Eingewöhnungs-Situationen“, konstatiert Weigle.

 Der dritte Punkt im SPD-Antrag greift einen schwierigen Aspekt auf. Das Anker-Punktesystem gibt den Bedürfnissen von Eltern, die beide arbeiten, und Alleinerziehenden, ein stärkeres Gewicht. Ihre Chancen, einen Betreungsplatz zu erhalten, sind daher besser. Dadurch würden, laut Antrag, „implizit bestimmte Beschäftigungsverhältnisse bevorzugt beziehungsweise ausgeschlossen“. Aus sozialpolitischer Sicht dürfe dies „kein Dauerzustand bleiben“. Weigle:   „Wir wollen niemanden dazu zwingen,  einen Arbeitsplatz zu suchen, nur um eine Ü-3-Betreuung  zu erhalten.

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