Alles eine Nummer kleiner

"Wir sind vom Kaufvertrag für das Gebäude K 10 zurückgetreten", bestätigte gestern SEPA-Geschäftsführer Jürgen Edelmann auf Nachfrage. Das K-8- Projekt selbst soll in kleinerem Umfang fortgeführt werden.

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Das stadtbildprägende Gebäude Kathatrinenstraße 10 bleibt erhalten, der Investor ist vom Kaufvertrag für dieses Objekt zurückgetreten. Archivfoto: Ralph Bausinger

"Wir wollen das Projekt weiter realisieren", hatte Jürgen Edelmann, Geschäftsführer der SEPA-Projekt- und Entwicklungsgesellschaft mbH, am Donnerstag den Mitgliedern des Bau-, Verkehrs- und Umweltausschusses mitgeteilt. Mit dem Verzicht auf die Einbeziehung des stadtbildprägenden Eckgebäudes fällt es jedoch kleiner als ursprünglich geplant aus - Edelmann spricht von noch rund 2000 Quadratmetern Wohn- und Handelsfläche zwischen Katharinen- und Hofstattstraße. Derzeit arbeite Architekt Wolfgang Riehle an der veränderten Planung.

Sollte das Vorhaben realisiert werden, wird die SEPA-ACTIV Reutlingen K8 GmbH & Co. KG als Investor auftreten. "Die Finanzierung ist gesichert, sofern das Projekt kommt", versicherte Edelmann gestern auf Nachfrage. Er habe allerdings Angst, dass ihm das Projekt unter den Fingern zerrinne.

Als "bedauerlich" bewertete CDU-Fraktionschef Andreas vom Scheidt die neue Lage. "Aus unserer Sicht wäre an dieser Stelle eine gute städtebauliche Entwicklung möglich gewesen." Die Entscheidung des Investors sei aber "nachvollziehbar", so der CDU-Stadtrat.

Als "Teilerfolg" bewertet Ulrich Lukaszewitz die neuen Situation. Die Initiative von SPD und engagierten Bürgern habe dazu geführt, dass es sich der Bauträger noch einmal überlegt und damit Sensibilität bewiesen habe. Die SPD bleibe aber bei ihrer Meinung, dass "auch andere Häuser erhalten werden sollten". Dennoch "freuen wir uns für die Stadt und für die Bevölkerung". Er sei überzeugt, dass Architekt Wolfgang Riehle auch daraus etwas Gutes machen könne. Rainer Buck (Grüne) bewertet die neue Lage ebenfalls als "positive Entwicklung", "als Fortschritt und auch als Erfolg der Bürgerbeteiligung". Seine Fraktion habe sich aber noch keine abschließende Meinung zum restlichen Bauvorhaben gebildet, das nach wie vor den Abriss der anderen Häuser und damit die Zerstörung "bauhistorischer Substanz" vorsehe.

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