Aktion gegen Hass und Gewalt

Sie hatten mit ihrem gesponserten Laster groß auf sich aufmerksam gemacht: Sechs Azubis der Bahn führen eine Kampagne gegen Hass und Gewalt.

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Auch die Plane des Lastwagens weist auf das Thema Gewalt hin - das in vier Sprachen. Foto: Jürgen Herdin

Reutlingen - "Sind Sie schon mit Gewalt und Mobbing in Kontakt gekommen - und wenn ja, wo?" Das ist ein sperriges Thema für die Schaufenster-Flaneure in der Wilhelmstraße an einem so sonnigen Freitagnachmittag.

Gleichwohl treffe die auf Dauer angelegte Aktion der Bahn-Azubis durchaus auf Resonanz, weiß Udo Horn, der Ausbildungsleiter der jungen Leute in Stuttgart ist. Und Guiseppe Laabs pflichtet ihm bei. Er ist einer von den sechs Auszubildenden der "DB Netz AG".

Die künftigen Eisenbahner treten wöchentlich in getrennten Schichten auf und wollen für ein Thema sensibilisieren, das leider immer wieder Sorgen macht und für Entsetzen sorgt. Brutale Gewalt auf Bahnhöfen, Bushaltestellen und auf Marktplätzen nehmen zu, der öffentliche Aufschrei ist stets groß.

Das Projekt "Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt" sensibilisiere auch alle jungen Mitarbeiter für gegenseitigen Respekt, Toleranz und ein friedliches Miteinander, so die Bahn AG. Unter dem Motto "Hinschauen statt wegschauen!" wurde das Projekt bereits im Jahr 2000 ins Leben gerufen. Seither findet der "Wettbewerb" jährlich statt. Die Projekte laufen parallel zur Ausbildung, sechs Auszubildende des ersten Lehrjahrs der DB Netz AG waren die gesamte Woche im Land unterwegs. Der Lastwagen, auf dem eine riesige Plane auf das Thema hinweist, hat ein Spediteur den Jugendlichen zur Verfügung gestellt.

Aber nur am Stand herumstehen und Info-Material verteilen - das kanns nicht sein. Vielmehr mischten sich die Lehrlinge auch gestern unters Volk. Bis 18 Uhr suchten sie nach größtmöglicher Resonanz, wollten zumindest, dass die Menschen sensibilisiert werden - gerade in Sachen "alltägliche" Gewalt. Und so lautete die letzte Frage auch: "Werden Sie Ihren Bekannten und Freunden von uns erzählen?"

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