Ängsten in angemessener Weise begegnen

Der Arbeitskreis "Christ und Politik" des CDU-Kreisverbandes hat kürzlich die evangelischen Dekane Marcus Keinath, Michael Karwounopoulos und Ulrich Ruck getroffen. Im Mittelpunkt: Das Thema Flüchtlinge.

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In dem gemeinsamen Gespräch ging es zunächst darum, sich kennenzulernen, da in Reutlingen Dekan Keinath und in Bad Urach Dekan Karwounopoulos heuer beziehungsweise im vergangenen Jahr neu eingesetzt wurden, hieß es in einer Mitteilung. Schuldekan Ruck und Dekan Scheiberg, der wie Dekan Friedl leider verhindert war, sorgten in diesem Interim für die Kontinuität. Auf der Seite des AK Christ und Politik waren unter der Leitung von Dr. Martin Schmid sechs Vorstandsmitglieder und der Kreisvorsitzende Manuel Hailfinger mit im Gespräch. Für die Mitglieder des AK "Christ und Politik" ist der Dialog mit den Repräsentanten der beiden großen christlichen Kirchen eine Pflichtaufgabe, da sich dieser Kreis als Bindeglied zwischen der Politik auf der einen und der Kirche auf der anderen Seite versteht. In diesem Kontext stehen der Besuch der Asylunterbringung in Gomadingen und das Gespräch mit der Asylpfarrerin Katrin Sältzer am Jahresanfang. So war es auch naheliegend, dass die seither stark angestiegenen Flüchtlingszahlen einen breiten Raum im Gespräch einnahmen. Erfreulich war für beide Seiten, dass sich in der Gesprächsrunde eine breite Zustimmung zur Aufnahme von Kriegsflüchtlingen abzeichnete. Es wurde jedoch nicht verkannt, dass es sowohl für die Arbeit der Kirchengemeinden wie für die Parteiarbeit vor Ort eine große Herausforderung darstellt, den aufkommenden Ängsten in angemessener Weise zu begegnen. Da sich die Christen am Wort Jesu ausrichten, ist es ohne Frage so, dass diese in der Gemeinschaft zur Hilfe für Flüchtlinge gerufen sind. Schmid erinnerte zudem daran, dass früher aus dem kargen Württemberg zahlreiche Vorfahren auswandern mussten, um der Armut und dem Hunger zu entfliehen.

Dekan Keinath warb vor allem dafür, Geduld zu üben, da der Aufbau von Erstunterkünften, Anschlussquartieren und Sprachunterricht nicht über Nacht geschehen könne. Dekan Karwounopoulos erinnerte an die große Kraft des Gebetes und rief auch in diesem Kreis dazu auf. Schuldekan Ruck sieht im größeren Zusammenhang auch Chancen durch den Zuzug. So könnten Christen durch ihre Prägung Vorbild werden und der ansonsten beklagte Rückzug der Christen ins Private könne vielleicht gestoppt werden, wenn in Gesprächen dem eigenen christlichen Glauben wieder eine Sprache gegeben werde.

Der AK Vorsitzende Schmid berichtete über den aktuellen Stand des Spendeneingangs für den aus diesem Kreis hervorgegangenen Notlagenfonds "Kind willkommen". Da die Spenden aus dem Freundeskreis und allen Kollekten den Beratungsstellen der Diakonie zufließen, waren sich alle einig, diese Hilfe für finanziell notleidende Schwangere durch Kollekten - wie zum Beispiel in Taufgottesdiensten - weiter zu unterstützen. In Aussicht steht eine Werbemaßnahme durch Landesbischof Dr. July für das Jahr 2016.

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