"Wir sind präventiv gut aufgestellt!"

Keime gehören zum Leben. In sensiblen Bereichen können sie jedoch Probleme verursachen. Wie Infektionsgefahr reduziert wird und was die Kreiskliniken für die Patientensicherheit tun, zeigte gestern der Aktionstag.

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Händedesinfizieren ist wichtig in Krankenhäusern. Wie es richtig funktioniert, war gestern ein Thema im Steinenbergklinikum beim Aktionstag in der landesweiten Themenwoche zur Patientensicherheit und Qualität in den Kliniken.  Foto: 

Patientensicherheit und Qualität verstehen die Kreiskliniken als ihre Kernkompetenzen. Doch nicht nur, dass sich Patienten in den Häusern in Reutlingen, Bad Urach und Münsingen wohlfühlen sollen. Es sind auch die vermeintlich kleinen Dinge, die von größter Bedeutung sind. Dann nämlich, wenn es sich um die Vermeidung von gefährlichen Infektionen durch Bakterien handelt.

Begriffe wie "Killerkeime" spuken da schon oft genug durch die Medien. Beim Aktionstag im Rahmen der Themenwoche "Patientensicherheit und Qualität in baden-württembergischen Kliniken" widersprach Dr. Dieter Mühlbayer, Chefarzt des Instituts für Labordiagnostik und Krankenhaushygiene im Klinikum am Steinenberg, aber diesem Begriff. Handle es sich angesichts zunehmender Resistenzen doch meist nur um "schwerer therapierbare" Fälle.

Damit es überhaupt nicht soweit kommt oder Patienten mit geschwächtem Immunsystem nicht betroffen werden, haben die Kliniken längst die notwendigen Schritte in die Wege geleitet. Neben der Qualifizierung von 20 Ärzten zu Hygienebeauftragten und 50 Pflegekräften zu deren verlängertem Arm wurde zusätzlich eine Hygienekommission eingerichtet. Mühlbayers Fazit: "Wir sind präventiv gut aufgestellt." Darüber hinaus sei man bezüglich Keimen sehr aufmerksam. Im vergangenen Jahr sind zwei Fälle multiresistenter Keime aufgetreten, die aber laut Mühlbayer nicht von der Klinik ausgegangen seien.

Patienten und Klinikbesucher konnten sich gestern beim Aktionstag außerdem über die Abläufe in der Notaufnahme informieren. Deren Leiterin Dr. Zsuzsa Märkle erklärte, dass Wartezeiten dem Patientenaufkommen geschuldet seien und angesichts der Dringlichkeit berücksichtigt würden. Zudem sei es immer öfter der Fall, dass Patienten, die eigentlich den hausärztlichen Notdienst in Anspruch nehmen könnten, die Notaufnahme aufsuchen würden. Dementsprechend groß sei deshalb gelegentlich die Wartezeit. Nach Hause werde allerdings niemand geschickt, versicherte die Ärztin.

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