"StellA"-Start mit 50 Teilnehmern

Die Landkreise Reutlingen und Tübingen habe jetzt das Programm "StellA" (Schnelle Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern) gestartet.

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Beim Flüchtlingsgipfel im Oktober 2014 hat die Landesregierung beschlossen, Flüchtlingen im Rahmen eines Projekts durch den frühzeitigen Erwerb der deutschen Sprache einen schnelleren Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamts. Die Kreise Tübingen und Reutlingen hatten gegenüber der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit frühzeitig Interesse an diesem Projekt signalisiert und den Zuschlag für das Projekt "StellA" bekommen. Sowohl im Kreis Tübingen als auch im Kreis Reutlingen ist das Projekt nun mit mehr als 50 Teilnehmern an den Start gegangen.

Das Projekt steht für frühzeitige Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern in den Arbeitsmarkt in gemeinsamer Verantwortung der Landkreise und der Agentur für Arbeit. Die Kreise sind im Projekt für die Sprachförderung zuständig, die Arbeitsagentur stellt drei zusätzliche Vermittlungsfachkräfte zur Verfügung, die für eine intensive vermittlerische Betreuung der Projektteilnehmer verantwortlich sind.

Reutlingens Landrat Thomas Reumann begrüßt den "StellA"-Start. "Es gilt vorhandene Potenziale der Asylbewerber und Flüchtlinge für die regionale Fachkräftesicherung zu nutzen. Durch Vernetzung der relevanten Akteure wollen wir Strukturen aufbauen und so möglichst viele Asylbewerber und Flüchtlinge durch gezieltes Qualifizieren und Vermitteln frühzeitig in den Arbeitsmarkt integrieren."

Für Wilhelm Schreyeck, Leiter der Agentur für Arbeit, ist das Projekt ein "wichtiger Schritt auf dem Weg in eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen." Schreyeck nennt als wesentliche Voraussetzungen hierfür die "geklärte Finanzierung der Sprachförderung und ein ausreichend vorhandenes Angebot, die Sicherstellung der sozialen und intensiven vermittlerischen Betreuung". Dies könne nur durch gute Zusammenarbeit und enge Vernetzung der zuständigen Stellen gelingen. "In gemeinsamer Verantwortung übernehmen die Kreise Reutlingen und Tübingen sowie die Agentur für Arbeit Reutlingen und die Jobcenter in beiden Landkreisen mit ihren Netzwerkpartnern gerne diesen Auftrag", so Schreyeck.

Die Teilnehmer für die Sprachkurse in beiden Kreisen (in Rottenburg 17, in Tübingen 15, in Reutlingen 19) wurden vor Projektstart von den Mitarbeiterinnen der Agentur in Zusammenarbeit mit den Flüchtlingssozialarbeitern und den Ausländerbehörden akquiriert.

Die Sprachkurse führen in den ersten (bis zu sechs) Modulen zum Sprachniveau B1, in weiteren aufbauenden Modulen zum Niveau B2. Das Sprachniveau B2 ist für die Aufnahme einer qualifizierten Tätigkeit oder einer Ausbildung erforderlich. Der Unterricht findet halbtags statt. Parallel zu den Sprachkursen wurde für die teilnehmenden Mütter, welche teilweise alleinerziehend sind, an jedem Unterrichtsort eine verlässliche Kinderbetreuung organisiert.

Das bewährte System der Sprachvermittlung über professionelle Lehrkräfte und unterstützende Tutoren wird beibehalten, daher wurden mit der Durchführung der Sprachkurse die Volkshochschulen Tübingen, Rottenburg und Reutlingen beauftragt.

Die Heranführung an den Arbeitsmarkt erfolgt über Praktika, welche in die Sprachkurse integriert wurden. Die Mitarbeiterinnen der Agentur für Arbeit in Reutlingen unterstützen bei der Suche nach geeigneten Praktikumsplätzen. Für diese Praktika werden keine Arbeitsgenehmigungen benötigt.

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