"Plötzlich dement" - Abend mit Experten

Dem Konflikt "Pflegen besser zu Hause oder im Heim?" widmet sich ein Abend im Samariterstift, Hohmorgenstr. 15, am Mittwoch, 14. Januar, 19 Uhr.

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Plötzlich ist alles anders! Fast alle Söhne und Töchter stehen irgendwann vor der Frage: Wie umgehen mit älter werdenden Eltern? Nach einem Unfall oder einer Krankheit tritt plötzlich der Fall auf: Pflege ist notwendig - allein zu Hause geht nicht mehr.

Immer öfter stehen die erwachsenen Kinder vor der Situation, dass plötzlich eine demenzielle Entwicklung eintritt - manchmal schleichend, manchmal sehr plötzlich und massiv. "Ich habe meinen Eltern versprochen - niemals ins Heim!" Mit einem solchen Versprechen leben viele und pflegen die Eltern selbst zu Hause. Die Erfahrungen sind manchmal beglückend und manchmal sehr schwierig.

Durch die Krankheit und die hohe Belastung gerät das Verhältnis zu den Eltern unter Umständen aus der Balance.

Viele beschäftigt die Frage: Wann ist es besser, zu Hause zu pflegen und wann ist eine Betreuung in einem guten Pflegeheim besser für alle Beteiligten? Wie gehe ich mit meinem schlechten Gewissen um? Wie lebt es sich in einem modernen Altenheim wirklich? Wo bekommen meine Eltern die beste Betreuung - im Heim oder zu Hause mit ambulantem Pflegedienst?

Hartwig von Kutzschenbach, Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg und Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes für alte Menschen im Kreis Esslingen, kann zu diesen inneren Konflikten aus seiner Praxis viel sagen. Er gibt bei der Veranstaltung der Pfullinger Stiftung "Zeit für Menschen", der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg und der Samariterstiftung im Samariterstift eine Einführung in die Fragen zur Demenz. Anschließend berichten zwei Angehörige von ihren unterschiedlichen Erfahrungen mit Pflege - eine, die sich entschieden hat, den Partner ins Heim zu geben, und eine, die zu Hause pflegt. Was waren die Gedanken bei der Entscheidung, wie sind jetzt die Erfahrungen?

Der Abend bildet den intensiven Auftakt zur Eröffnung der Ausstellung "Blaue und graue Tage" mit Portraits von Demenzkranken und ihren Angehörigen der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg, in die Nicole Hartmann einführen wird. Vier Paare haben sich auf ein Experiment eingelassen, über längere Zeit immer wieder von Claudia Thoelen Portraitaufnahmen anfertigen zu lassen. Sie haben Einblicke in eine persönliche Sphäre erlaubt, die nun dazu helfen, mehr Öffentlichkeit, Information, Verständnis, Unterstützung und vor allem mehr Anerkennung für pflegende Angehörige zu erreichen. Die Ausstellung ist vom 14. Januar bis 9. Februar im Samariterstift Pfullingen, Hohmorgenstraße, zu sehen.

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