„Mein Leben“ in Worte gefasst

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    Das Plakat sagt alles: Beim Poetry Slam geht es um „Mein Leben“. Foto: 
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    Simay Inac hatte die Idee zum Poetry Slam. Foto: Archiv Foto: 
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Mein Leben: Persönlicher lässt sich ein Thema kaum vorgeben. Und passender könnte das Motto auch kaum sein, das die Veranstalter für den ersten Pfullinger Poetry Slam gewählt haben. Denn seine eigenen Texte bei einem Dichterwettstreit vorzutragen, das ist, als schriebe man öffentlich Tagebuch, als breite man all seine Gefühle aus vor einem Publikum, das den Auftritt dann auch noch bewertet.

Wie persönlich es wird, wie humorvoll oder vielleicht auch traurig, wie tiefsinnig oder befreiend, das wird sich am Abend des 10. Februar herausstellen. An dem Freitag werden die Slammer ab 19.30 Uhr in der Kreissparkasse am Lindenplatz miteinander in den Wettbewerb treten und zeigen, was sie drauf haben. Wobei der Jugendgemeinderat und das Jugendreferat, die den Event mit Unterstützung der KSK stemmen, es den Teilnehmern nicht ganz so schwer machen wollen. „Im Vorfeld“, sagt Julia Hildebrand vom Jugendbüro, „bieten wir deshalb noch einen Workshop an“.  Den wird Timo Brunke, ein Slammer der ersten Generation, der schon unzählige Wort-Wettstreite gewonnen hat, leiten. Der Stuttgarter wartet schon seit 1993 mit immer neuen, eigenen Bühnenprogrammen auf und weiß schon allein deshalb, worauf es bei den Auftritten ankommt. „Unter anderem geht es darum, die Texte etwas zu entbiographisieren“, weiß die  Jugendreferentin – damit’s nicht zu persönlich wird, sich ein Slammer nicht zu angreifbar macht und seinen Mut im Nachhinein bereut. Der Stuttgarter wird aber auch Auftrittstipps geben. Über die Bühne geht der Workshop am Freitag, 27. Januar, von 15 bis 19 Uhr im Jugendtreff Fusion.

Brunke wird derweil nicht nur den Nachmittag im Januar leiten, er wird auch den eigentlichen Poetry Slam im Februar  moderieren. „Wir sind froh, dass wir ihn dafür gewinnen konnten“, sagt Julia Hildebrand, die sich sicher ist, dass der Stuttgarter seinen Part an dem Abend perfekt umsetzen wird. Was die Teilnehmer angeht, ist indes noch alles offen. „Eine Altersbegrenzung gibt es nicht. Aber wir empfehlen den Slam eigentlich erst für alle ab 16 Jahren“, so die Jugendreferentin, die betont, dass Jüngere trotzdem mitmachen können. „Wir lassen’s laufen, nehmen’s, wie’s kommt“. Weshalb es auch keine Alters-Obergrenze geben wird. Wenn ein Rentner auftreten möchte, kann er das gerne. Nur der Workshop, meint Hildebrand, der sei eigentlich eher für die Jugendlichen gedacht.

Vorgaben gibt’s beim Slam wenige. Außer: Es wird ein Zeitlimit festgelegt – aller Voraussicht nach fünf Minuten –, Kostüme und Musikinstrumente dürfen nicht mit auf die Bühne und die Texte müssen selbst verfasst sein. „Ansonsten sind Eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt“, fordern die Veranstalter die Teilnehmer auf, so richtig kreativ zu werden.

Interessenten gibt es unterdessen auch schon. Zwei oder drei Freunde von Simay Inac, die die Idee zu dem Contest hatte, wollen auf jeden Fall mitmachen. Inac ist Jugendgemeinderätin in Pfullingen und inzwischen auch offiziell von dem Gremium mit der Organisation des Slams betraut. Die junge Pfullingerin geht derzeit an die  Reutlinger Laura-Schradin-Schule und will dort nächstes Jahr Abitur machen. Als sie noch auf der Wilhelm-Hauff-Realschule war, gehörte sie dort fünf Jahre der Schulband an. Mit dem Slammen hat sie’s zwar schon versucht – zuhause fühlt sie sich aber offenbar eher in der Musik. Weshalb Inac am 10. Februar zusammen mit Pfullinger Schulbands für das Rahmenprogramm sorgen will.

Gemeinsam mit Julia Hildebrand organisiert Simay Inac derweil schon seit März den Poetry-Slam, für den die beiden Frauen gleich nach den Weihnachtsferien an den Schulen so richtig die Werbetrommel rühren wollen. „Wir hoffen, dass wir genügend Teilnehmer finden“, sagt die Jugendreferentin. Sollten’s zu viele werden, die Interesse haben, kommen die zum Zug, die sich zuerst angemeldet haben. Wobei das auch noch an dem Abend selbst in der Kreissparkasse möglich ist. Wer am Workshop teilnehmen möchte, der sollte allerdings rechtzeitig beim Jugendbüro anrufen unter ☎ (07121) 708711 oder eine E-Mail schicken an juref.pf@pro-juventa.de.

Jahre: So alt sollte ein Teilnehmer am Poetry Slam mindestens sein  – eigentlich. Denn Jüngere können trotzdem mitmachen. Und nach oben wird es eh keine Altersbegrenzung geben.

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