„Hier drinnen scheint die Sonne“

|

Nach der Inbetriebnahme als eigene Einrichtung am 1. September wurde das städtische Kinderhaus Tübinger Straße am Samstag von Oberbürgermeisterin Barbara Bosch offiziell in Betrieb genommen. Insgesamt 82 Kinder können zukünftig in den hellen, freundlichen Räumlichkeiten der integrativen Einrichtung unterkommen. Bis jetzt sind 41 Plätze belegt.

Die neue Kinderhaus-Leiterin Julia Maier und die zahlreichen Gäste haben allen Grund zur Freude. Denn die renovierte und von der Stadt für 2,2 Millionen Euro gekaufte Kindereinrichtung kann sich wirklich sehen lassen. Es gibt auf zwei Stockwerke verteilt genügend Platz, die Räume sind hell und groß und es kümmern sich insgesamt 15 Mitarbeiterinnen um die Kleinen. Es wurden mehrere Räume eingerichtet, Toiletten, Bewegungselemente und Möbel installiert sowie der Gartenbereich und die Küche kindgerecht ausgebaut.

Zur Verfügung stehen nun zehn Krippenplätze in der verlängerten Öffnungszeit für Kinder von ein bis drei Jahren, 22 Kita-Plätze ebenfalls zur verlängerten Öffnungszeit und 50 Kita-Plätze für Kinder, die den ganzen Tag betreut werden. Dafür hat die Stadt 15 Mitarbeiterinnen eingestellt, die sich 12,8 Vollzeitstellen teilen: „Man kann die Bedeutung dieser Einrichtung gar nicht hoch genug einschätzen“, freute sich Oberbürgermeisterin Barbara Bosch bei ihrem Grußwort, „denn gerade die ersten Jahre sind für die Entwicklung eines Kindes ungeheuer prägend und wichtig“.

Warum die Einweihung erst jetzt, nachdem das Gebäude bereits im März 2015 fertiggestellt wurde? Zunächst dienten die Räumlichkeiten in der Tübinger Straße 17 Monate lang als Interimsquartier für die Mädchen und Jungen der Kita Römerschanze, die während dieser Zeit saniert wurde. Der Aufbau der Krippengruppe des Kinderhauses startete dann noch während der Interimslösung Anfang Februar und die Gruppe für Kinder über drei Jahre am 1. Juni diesen Jahres. Am 15. Juli begann dann die neue Kinderhaus-Leiterin Julia Maier ihre Arbeit, um am 1. September für die Inbetriebnahme und die Rückkehr der Kita Römerschanze in ihre renovierten Räume in der Gustav-Groß-Straße gerüstet zu sein.

„Hier wird ein offenes Konzept umgesetzt, bei dem das Wichtigste die Menschen sind, die hier wirken“, so die Oberbürgermeisterin, die der Leiterin Julia Maier als Geschenk ein Papiertheater mit den Worten überreichte: „Menschenskinder, draußen ist es zwar nicht so schön, dafür scheint hier drinnen richtig die Sonne“. Allerdings musste sie einräumen, dass die Vision einer inklusiven Einrichtung in Zusammenarbeit mit dem Land zwar weiterhin bestehe, aber noch nicht verwirklicht werden konnte.

Bei der Einweihung am Samstag kamen nicht nur viele Eltern und Kinder, um sich die neuen Räumlichkeiten anzuschauen, auch drei Reutlinger Stadträte ließen es sich nicht nehmen, das luftige und helle Gebäude zu inspizieren. Zur Einstimmung sangen die Kleinkinder und ihre Betreuerinnen das Lied „Guten Morgen“ auf Deutsch, Türkisch, Griechisch, Russisch, Französisch, Italienisch und Kroatisch und zu guter Letzt gab es noch Kuchen, Kaffee und Häppchen. Jürgen Spieß

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Kulturgüter auf vier Rädern erkunden die Region

Wer sich am Sonntagmittag der Achalmstadt näherte, dem fiel die erhöhte Oldtimerdichte auf den Straßen auf. weiter lesen