"Die machen das sauberer"

Nicht zum ersten Mal hat sich die CDU des Themas "Parken" angenommen. Mehr Gebührenfreiheit, mehr Komfort und vor allem: Private Betreiber sollen die städtischen Parkierungsanlagen managen.

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Nach CDU-Auffassung sollte die Stadt das Parkhaus Lederstraße von einem privaten Betreiber managen lassen.  Foto: 

CDU-Stadtrat Rainer Löffler findet über die Rathaus-Tiefgarage, die momentan saniert wird, deutliche Worte: "Das ist seit zehn Jahren ein Dreckloch." Die Fraktion würde nicht nur die drei Rathaus-Tiefgaragen, sondern auch die Tiefgarage auf der Pomologie, an der Stadthalle sowie das Parkhaus Lederstraße aus den Händen der Stadt befreien und sie einem gewerblichen Betreiber übergeben, denn "die machen das sauberer".

Als leuchtendes Beispiel führt Löffler das Apcoa-Parkhaus neben der Markthalle an. Nicht nur, dass dort die erste Viertelstunde kostenfrei geparkt werden kann, auch die Markierungen seien heller, es gebe keine Angsträume. Andere Städte hätten ihre Parkierungsanlagen auch an Private vergeben. Da könne man ein "Agreement" mit dem Betreiber treffen und das Preismanagement absprechen, damit keine "Fantasiepreise" verlangt werden.

Neben diesem Antrag möchte die CDU mehr Komfort in der Art des Bezahlens bei der Parkerei haben, führte Dr. Karsten Amann aus. In Städten wie Friedrichshafen werde das "Handyparken" bereits praktiziert. Wer dies längerfristig nutzen will, könne sich überdies bei einem solchen Gebührenzahlungssystem wie www.Parkeon.com registrieren lassen - und das alles ohne Bargeld, Tickets und die ganze "Zettelwirtschaft", sagt Amann. In privaten Parkhäuser sei es übrigens längst üblich, dass man mit EC- oder Kreditkarte seine Parkgebühren entrichten kann.

Für Gabriele Gaiser wäre es wünschenswert, dass mehr Anreize geschaffen würden, um die Menschen in die Stadt zu locken, weshalb erstens die Parkgebühren "moderat" um 20 bis 25 Prozent gesenkt werden sollten. Zweitens müsste man mit Marktbeschickern und der Gastronomie über ein Bonussystem zur Erstattung von Parkgebühren und die Wiedereinführung des "Bustalers" verhandeln.

Derzeit, fasste Fraktionschef Andreas vom Scheidt zusammen, werden die städtischen Parkierungsanlagen von der städtischen Parkierungsgesellschaft und dem Hauptamt betrieben. Durch die Beauftragung eines gewerblichen Betreibers könnten Synergieeffekte erzielt, kunden- und auslastungsgerechte Parkgebühren erzielt und eine erhöhte Nutzerakzeptanz bewirkt werden. Die jetzige Tarifgestaltung bringe leider "massive Verdrängungseffekte" mit sich, folglich müsse man an ein paar "Stellschrauben drehen".

Vom Scheidt plädiert für ein Kurzzeitparken, das bis zu 30 Minuten kostenfrei ist. Die Ankunftszeit würde auf bewirtschafteten Parkplätzen durch die Parkscheibe nachgewiesen. Das gebührenfreie Kurzparken erleichtere die Erledigung kurzer Angelegenheiten und ermögliche einen schnelleren Wechsel der Parkplatznutzer. Die geringe Auslastung der Tiefgarage Rathaus und Tübinger Tor an Sonn- und Feiertagen lasse den Verzicht auf Gebühren zu. Und der günstigere Nachttarif sollte statt um 20 Uhr bereits um 19 Uhr beginnen. Damit würde er sich den üblichen Anfangszeiten von Veranstaltungen anpassen.

Laut vom Scheidts Rechnung dürften die zu erwartenden Mindereinnahmen zu großen Teilen durch Mehrnutzungen und ein Bonussystem ausgeglichen werden.

Flüchtlinge und Orschel-Park

Die CDU-Fraktion im Gemeinderat hat zum Thema "Flüchtlinge" einen Antrag gestellt, der am Montag im Rathaus eingegangen ist. Die Christdemokraten wollen den Orschel-Park aus den von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Standorten für die Anschlussunterbringung von Flüchlingen herausnehmen, denn sonst, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Rainer Löffler, würde man ja die städtische Gewerbeflächenoffensive konterkarieren. Verschiedene Firmen hätten konkrete Erweiterungspläne, eine der Firmen sogar auf einer der Flächen, die für die Anschlussunterbringung vorgesehen ist.

PAN

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