Ziemlich komplex

Kürzlich hatten die Anwärter des Bereichs Politik/Gemeinschaftskunde des SSDL Reutlingen (Realschule) und des SSDL (Gymnasium) die Möglichkeit, das Entstehen europäischer Gesetze innerhalb einer Simulation selbst zu erleben.

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Kürzlich hatten die Anwärter des Bereichs Politik/Gemeinschaftskunde des SSDL Reutlingen (Realschule) und des SSDL (Gymnasium) die Möglichkeit, das Entstehen europäischer Gesetze innerhalb einer Simulation selbst zu erleben. In dem von EuroSoc entwickelten Planspiel haben die Teilnehmer die Aufgabe, sich über ein "Gesetz zur vergleichenden oder sogar irreführenden Werbung" in Europa zu einigen. In der Rolle eines Abgeordneten des Europäischen Parlaments oder eines Wirtschaftsministers im Europäischen Rat gilt es, die nationalen Interessen erfolgreich in das Gesetzgebungsverfahren einzubringen. Hierbei konnten die Teilnehmer selbst erleben, wie unterschiedlich die Auffassungen in Europa sind und wie komplex es sich gestaltet, gemeinsame Lösungen zu erzielen.

Während im Parlament mehrfach neue Anträge formuliert wurden, um eine Einigung erzielen zu können, zeigten sich im Rat die Probleme, die aufgrund des komplizierten Abstimmungsverfahrens eine schnelle Lösung erschweren. Reicht nämlich im Parlament noch die einfache Mehrheit, so muss im Rat beispielsweise noch beachtet werden, wie viele Europäer durch einen Minister vertreten sind.

Nach gut vier Stunden harter Diskussion war es in beiden Gremien noch nicht gelungen, in allen zu verhandelnden Punkten eine einvernehmliche Lösung zu finden. Für die Teilnehmer zeigte sich, wie gut es gelingen kann, durch solche politischen Simulationen am eigenen Körper erfahrbar zu machen, wie komplex so manche politische Entscheidung ist und welche Arbeit hinter dem Prozess der Einigung steht.

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