Wissenschaft trifft Wirtschaft
Reutlingen. Wissenschaft trifft Wirtschaft: So lautete der erste Transferabend zwischen Professoren des RRI und Unternehmensvertretern aus der Region
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Sich austauschen, konstruktive Ideen entwickeln und so die Innovationskraft der Region stärken: Mit diesen Zielen lud das Forschungszentrum der Hochschule, das Reutlingen Research Institut (RRI), erstmals Unternehmensvertreter aus der Region zu einem Transferabend ein, heißt es in einer Mitteilung der Hochschule. Professoren aus der Hochschulforschung informierten dabei über Forschungsaktivitäten, die die Firmen in ihre Technologieentwicklungen einbinden können.
Wenn Wissenschaft auf Wirtschaft trifft, geht es darum, sich gegenseitig voranzubringen. Mehr als 40 Unternehmen nutzten die Gelegenheit, sich mit den Professoren über praktische Probleme und Lösungsansätze aus der Hochschulforschung auszutauschen. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Enterprise Europe Network und der IHK. "Ein enger Kontakt zwischen Mitgliedsunternehmen und Forschungseinrichtungen ermöglicht gemeinsame Entwicklungsprojekte, die die Innovationskraft in der Region festigen", begründet Dr. Stefan Engelhard von der IHK sein Engagement für den Transferabend.
Vorträge rund um das Thema "Energieeffizienz und -management in Unternehmen und Produktion" zeigten auf, dass es auf diesem Gebiet für die Unternehmen noch große Einsparungspotenziale gibt, die auch die Umwelt schonen. So referierte Prof. Helmut Nebeling über energieoptimierte Fertigungssysteme. Prof. Frank Opferkuch berichtete über Möglichkeiten zur Energiespeicherung und Simulation von Wärmeübertragung in der Fertigung und Prof. Peter Kleine-Möllhoff über seine langjährigen Erfahrungen mit der Umsetzung von Energie- und Ressourceneffizienzprojekten im KMU-Bereich.
Weitere Vorträge deckten den Einsatz von Informatiklösungen und chemischen Material- und Prozessinnovationen ab. Am Beispiel von Folien in Solarzellen berichteten die Professoren Andreas Kandelbauer und Günter Lorenz über intelligentes Prozessdesign und die Nutzung neuer, ressourceneffizienter Materialien für innovative Anwendungen. Prof. Gerhard Gruhler, Vizepräsident der Hochschule und Ansprechpartner in der Forschung, freute sich über die Aktivitäten seiner Kollegen: "Die Bedeutung von Ressourceneffizienz ist sowohl für uns als auch für die Unternehmen ein wichtiges Thema. An der Hochschule gibt es viele gute Forschungsleistungen, die für industrielle Anwendungen sehr interessant sind."
Nach den Vorträgen vertieften die Unternehmensvertreter und Professoren die Vorträge in persönlichen Gesprächen. Für den wissenschaftlichen Leiter des RRI, Prof. Stephan Seiter, sollte der Austausch häufiger stattfinden. "Die Hochschulforschung hat ihren besonderen Vorteil in dem Praxisbezug und der Anwendungsorientierung. Damit unsere Mitglieder gemeinsam mit den Firmen innovative Lösungen entwickeln und zur Anwendung bringen können, benötigen wir den direkten Kontakt untereinander."
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Autor: SWP | 30.11.2011
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