Weltethos in der Schule

"Weltethos in der Schule" war dieser Tage das Thema im Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Realschulen), heißt es in einer Mitteilung.

SWP |

Weltethos ist die Vision eines globalen Bewusstseinswandels im Ethos. Dafür braucht es den Dialog der Religionen und Kulturen sowie die kulturübergreifende Werteerziehung. Da dies zentrale Themen im Religionsunterricht der Realschule sind, haben sich angehende katholische und evangelische Religionslehrer vom Staatlichen Realschulseminar Reutlingen dieser Tage mit "Weltethos in der Schule" beschäftigt.

Zunächst stellte Dr. Günther Gebhardt vom Weltethos in Tübingen das Thema im Rahmen eines Vortrags dar. Im Sinne von Inklusion und Diversität stellt sich die Aufgabe, auch die religiöse Vielfalt po-sitiv in das Schulleben einzubinden. Für eine religionssensible Schulkultur braucht es als Schlüsselkompetenz bei Lehrenden wie Lernenden interreligiöse Dialogfähigkeit auf der kognitiven, sozialen und ethischen Ebene. Hierfür kann die Idee eines Weltethos eine hilf-reiche Basis darstellen, da es bei allem Respekt vor der Vielfalt gerade interkulturelle und interreligiöse Gemeinsamkeiten auf der Ebene der ethischen Werte, Standards und Handlungsmaßstäbe ins Bewusstsein hebt.

Weltethos kann auch in der Schule seine Doppelstruktur als interreligiöses wie ethisches Programm entfalten und bietet sich als Ansatz im Religionsunterricht an. Es steht am Schnittpunkt von interkulturellem und interreligiösem Lernen, Friedenserziehung, Werteerziehung und Globalem Lerenen. Gerade im interreligiösen Lernen kann die in den Religionen begründete Ethik zum hermeneutischen Schlüssel für das Kennenlernen der verschiedenen Religionen werden. Im Prozess der inneren Schulentwicklung hin auf einen Schulethos kann Weltethos zum Ethos einer multikulturellen und multireligiösen Schule beitragen.

Um den Weltethos-Gedanken konkret in die Unterrichtspraxis einzubringen, hat vor allem die Stiftung Weltethos ein breites Spektrum an Lernmedien und Unterrichtsmaterilaien entwickelt, die Gebhardt am Ende seines Vortrags vorstellte. In einer anschließenden Arbeitsphase erstellten die angehenden Lehrkräfte Unterrichtsstunden und Unterrichtssequenzen für ihre konkrete Arbeit in den Schulen.

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