Städtische Auszeichnung im neuen Gewand

Acht Preisträger bekamen für ihre zum neuen Förderpreis Umwelt-, Natur- und Klimaschutz eingereichten Projekte eine finanzielle Förderung. Am Montag erhielten sie in der Rathausausstellung die Urkunden.

DIETMAR CZAPALLA |

Der neue Förderpreis für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz ersetzt den 1998 eingeführten Reutlinger Umweltpreis, der zuletzt immer weniger Resonanz verzeichnete. Nachdem der Landkreis, der bisher im zweijährigen Wechsel mit der Stadt ebenfalls Umweltpreise vergab, aus gleichem Grund ebenfalls aufgegeben hat, bleibt die städtische Auszeichnung - allerdings in neuem Gewand.

Mit dem neuen Förderpreis werden Projektvorhaben finanziell gefördert, die vorbildlich zum Schutz der Umwelt und ihrer begrenzten Ressourcen beitragen. Bewerben konnten sich Privatpersonen, Firmen, Schulen, Kindergärten, Vereine und Verbände. Bis Ende April waren zehn Projekte eingegangen.

Nach Kriterien wie Engagement, Aufwand, Umweltwirkungen oder Nachhaltigkeit bewertete eine Jury die Ideen und vergab acht Förderpreise, darunter drei Anerkennungspreise. Die Umsetzung der geförderten Projektideen erfolgte von Juni bis September.

Am Montag erhielten die Preisträger im Rathausfoyer von Finanzbürgermeister Alexander Kreher ihre Urkunden. Die Stadt will in Kooperation mit der Fair-Energie auch künftig alle zwei Jahre Umweltobjekte honorieren. Katrin Korth, stellvertretende Leiterin des Amtes für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt, führte durch die Ausstellung. Hier konnten die Initiativen ihre mit Plakaten und Modellen präsentierten Ideen vorstellen. Die übliche Gliederung erster, zweiter, dritter Preis wurde wegen des zu heterogenen Bewerberfeldes aufgegeben. Ausgeschüttet wurden von dem mit 10 000 Euro dotierten Wettbewerb nur gut die Hälfte. Mit 2500 Euro ging die höchste Fördersumme an die Familie Cani, die im Gönninger Ramstelquellgebiet langfristig nachhaltige Lebensräume für bedrohte heimische Kleinfische, Schnecken und Muscheln schafft.

Die Firma Immobilien Krams durfte sich über 1500 Euro freuen. Als erster privater Wohnbauträger hat sie in der Wörthstraße ein Blockheizwerk (BHKW) eingebaut und versorgt damit 45 Wohneinheiten mit Strom und 64 mit Wärme.

500 Euro erhielt die Reutlinger Nabu-Gruppe, die sich im Wasenwald und auf der Pomologie mit Erfolg für den bedrohten Halsbandschnäpper einsetzt. Gegen das Ausrauben von Eiern und Jungvögeln durch Eichhörnchen und Marder wurden Nistkästen mit so genanntem Marderschutz aufgehängt.

Dem Projekt "Bewegungsenergie beim Laufen zum Aufladen elektronischer Geräte nutzen" der Forschungs-AG des Friedrich-List-Gymnasiums wurde ein Förderbetrag von 350 Euro zuteil. Umweltbeauftragter Reinhold Braxmaier war einer der Ersten, der sich als Tester zur Verfügung stellte und sich hinterher "total begeistert" zeigte.

Für ihr Projekt "Umweltbewusst" bekam die Jugendgruppe des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) 250 Euro. Beim Ferienprogramm hatte sie einen alternativen Stadtrundgang zum Thema "Konsum - die Folgen und Handlungsmöglichkeiten" angeboten.

Neben den Förderpreisen wurden "als Motivation" noch drei Anerkennungspreise vergeben. Werner Hacker, der in seinem Haus in Mittelstadt durch die Verwendung von Gleichstrom energiesparend wohnt, erhielt 500 Euro. Mit 120 Euro und einer Einladung in den Listhof belohnt wurde die Forschungs-AG am Bildungszentrum Nord (BZN) für ihren Vorschlag, die Hallenbeleuchtung der Turnhalle gegen eine LED-Beleuchtung auszutauschen. Ein weiterer Anerkennungspreis - Ankauf von fünf Büchern im Gesamtwert von 120 Euro - ging an die Tübingerin Merit Segen für ihr künftig in der Stadtbibliothek ausliegendes Kochbuch zum Natur- und Umweltschutz mit dem Titel "Duftender Luxus einfach verführerisch - Essen ist mehr!".

Info In einer Ausstellung sind alle siegreichen Projekte bis Samstag, 13. Dezember, in der Rathaus-Eingangshalle zu sehen.

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