Sprotten und Bonbons

Die Eckernförder Bürgerschützengilde von 1570, auch Gelbe Westengilde genannt, besuchte die befreundete Schützengilde Reutlingen von 1290 anlässlich des Schwörtagfests, heißt es in einer Mitteilung.

SWP |

Die Eckernförder Bürgerschützengilde von 1570, auch Gelbe Westengilde genannt, besuchte die befreundete Schützengilde Reutlingen von 1290 anlässlich des Schwörtagfests, heißt es in einer Mitteilung. Oberbürgermeisterin und Gildeschwester Barbara Bosch ließ diese Tradition vor zehn Jahren wieder aufleben. Die in Zünften organisierte Bürgerschaft, vertreten durch die Mitglieder der Schützengilde Reutlingen, den nach Berufen geordneten Mitgliedern der Zünfte und der Bürgermeister schworen sich gegenseitig ein und "stärkten damit die Stadtgesellschaft", wie die OB in einer ihrer Festreden hervorhob.

Eine Tradition, wie sie ähnlich auch in Eckernförde zwischen Gilde und Stadt seit über 400 Jahren gelebt wird. Die Eckernförder Bürgerschützengilde pflegt die Freundschaft mit der Schützengilde Reutlingen nunmehr seit 29 Jahren und folgte der Einladung zum gemeinsamen Schießen und dem Festumzug nach 1990 erstmals wieder mit einer größeren Abordnung. Natürlich ließen es sich die Eckernförder nicht nehmen, an diesem zu den Sprottentagen parallel stattfindendem Ereignis als kulinarische Botschafter zu wirken. Die Reutlinger Gildebrüder und -schwestern sowie die Oberbürgermeisterin mit ihren Gästen wurden mit Sprotten des Gildebruders Berndt Kruse, "geistigen" Getränken und Bonbons verwöhnt. Wobei die gekonnte Verkostung von Kieler Sprotten "ut Eckernföör" durch die Oberbürgermeisterin auf dem Schwörtag wohl als Premiere zu werten ist. Aber wie in den Gilden ja gewitzelt wird, gehört alles, was man zweimal hintereinander durchführt, zur Tradition.

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