"Schuleplus" ist gestartet

Reutlingen.  Eltern mit Migrationshintergrund bekommen in Reutlingen die Chance ihre Kinder in der Schule besser zu begleiten, heißt es in einer Mitteilung.

Väter und Mütter haben einen großen Einfluss auf den Bildungserfolg und die Zukunftsperspektiven ihrer Sprößlinge. Die Landeszentrale für politische Bildung hat neben anderen Städten und Gemeinden auch Reutlingen für das Projekt "Schuleplus" ausgesucht. Das Projekt "Schuleplus" informiert Eltern über die Schule, Bildungswege und Berufsbilder und stellt sich darüber aktuellen Themen, unter anderem: Wie kann ich mein Kind fördern? Wie können Konflikte gemeinsam gelöst werden? Wie kann Schule mitgestaltet werden?

Die erste Informationsveranstaltung, zu der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Schulen, Kindergärten, Migrantenorganisationen und andere Bildungsträger eingeladen waren, war gut besucht, alle waren interessiert und signalisierten Kooperationsbereitschaft. Projektleiter Robert Feil von der Landeszentrale für politische Bildung stellte das Elternbildungsprojekt vor. Das Projekt ist auf die Kooperation mit den örtlichen Schulen, Kindergärten, Migrantenvereine und -organisationen und andere kommunale Bildungsträger ausgelegt.

Die so genannten Elternveranstaltungen sollen direkt an den Orten, die bereits für die Eltern bekannt sind stattfinden. In 30 Unterrichtseinheiten werden nicht nur Informationen zu den genannten Schulthemen angeboten. Auch die

Bedürfnisse und Interessen der Väter und Mütter gestalten die Veranstaltungen. Am Informationsabend wurde auch erläutert, dass die Kursleiter für das Projekt "Schuleplus" eine Qualifizierung durch die Landeszentrale für politische Bildung im Seminarhaus in Bad Urach und ausführliches Unterrichtsmaterial erhalten.

Sultan Braun, Leiterin des Referates für Migrationsfragen der Stadt Reutlingen freut sich auf das Projekt: An manchen Hauptschulen liegt der Ausländeranteil über 40 Prozent. Eine Realschule besuchen rund 17 Prozen und ein Gymnasien nur zirka fünf Prozent der ausländischen Schüler. Die Ursachen für diese Situation sieht die Fachfrau nicht nur in der Sprachkompetenz. Wissen über das Schulsystem und die Berufsmöglichkeiten der Kinder und über Fördermöglichkeiten ermöglichen und erleichtern den Eltern die kontinuierliche Begleitung ihrer Kinder in der Schule. "Das halte ich für ein wesentliches Element eines Schulerfolges", so die Leiterin des Referats für Migrationsfragen. Die Kurse sollen nach den Sommerferien beginnen.

Info

Weitere Informationen zum Projekt "Schuleplus" erhalten Interessierte beim Referat für Migrationsfragen der Stadtverwaltung Reutlingen unter Telefon:

(07121) 303-2565 oder bei Robert Feil, Landeszentrale für politische Bildung,

Telefon: (07125) 152-139.


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