Neuordnung im Quartier
Reutlingen. Ein rund 35 Hektar großes Quartier zwischen Honauer Bahnlinie und dem Achalmhang wird derzeit in Teilen neu geordnet. Aktuell geht es um die "Innere Erschließung" des Baugebiets Gumpperweg/Betzenried.
Die Sache ist wegen der Topografie nicht ganz einfach, erläuterten gestern der stellvertretende Leiter des Amts für Straßen, Umwelt und Verkehr, Günter Kaiser, und sein Mitarbeiter Gerd Riehle die "Innere Erschließung" des zweiten Bauabschnitts im Baugebiet Gumpperweg/Betzenried - ein umfangreiches Vorhaben.
Der Bebauungsplan hat eine längere Entwicklungsgeschichte hinter sich, denn eingeleitet wurde er bereits 1986. Aber erst 1998 trat er in Kraft. Damit begann ein langwieriges Umlegeverfahren mit den Haus- und Grundbesitzern mit dem Ziel der Neueinteilung der Flächen, das sich bis ins Jahr 2007 hinzog. Erst dann konnte die Stadt mit der Erschließungsplanung beginnen, wobei, so Kaiser, zu berücksichtigen war, dass in dem fraglichen Areal schon etliche Häuser standen.
Nach der 570 000 Euro teuren äußeren Kanal-Erschließung mit der Erneuerung der Kanalisation in der Otto-Johannsen-Straße sowie der neuen Regenwasserableitung zwischen Betzenried- und Wöhrwoldstraße in den Jahren 2003/2004, startete die Stadt 2008 mit der inneren Erschließung. Für 1,9 Millionen Euro wurde die August-Lämmle-Straße aus- und ein Teil des Eninger Wegs neu gebaut sowie ein Regenwasserkanal eingezogen.
Aktuell läuft der knapp 1,5 Millionen Euro teure zweite Bauabschnitt, der den weiteren Neubau des Eninger Wegs bis zur Markungsgrenze am HAP-Grieshaber-Weg beinhaltet. Ferner wird der Alfred-Schradin-Weg neu gebaut, und es gibt einen Stichweg zur Villa Schradin, während in der August-Lämmle-Straße die Kanalisation erweitert wird. Schließlich bekommt auch noch der Gumpperweg eine neue Kanalisation. Eigentlich wollte man hier im September fertig sein, so Kaiser, doch durch den harten Winter wird es jetzt wohl doch November werden.
Im März 2011 soll dann in einem dritten Schritt der Gumpperweg mit Versorgungsleitungen und einer ordentlichen Straßenbreite von 5,50 Meter und zwei seitlichen Stichwegen ausgebaut werden. Die Anlieger müssen dazu entsprechende Erschließungsbeiträge leisten. Um die Erreichbarkeit - auch für die Rettungsdienste - während der Bauerei stets zu gewährleisten, muss parallel eine provisorische Baustraße eingerichtet werden, wobei zum Teil in die Grundstücke eingegriffen wird. Kostenpunkt: 610 000 Euro.
Die Neuordnung in dem beschriebenen Quartier, für die die Stadt insgesamt rund 4,6 Millionen Euro investiert, soll im Herbst 2011 abgeschlossen sein.
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Autor: PETER ANDEL | 02.09.2010
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Ziemliche Hanglage: Günter Kaiser (links) und Gerd Riehle an der Baustelle für den Stichweg im "Grenzgebiet" - dort, wo der Eninger Weg in den HAP-Grieshaber-Weg übergeht. Foto: Peter Andel
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