Motto: Energien im Wandel

Unter dem Leitgedanken "Energien im Wandel" begaben sich 24 Referendare des staatlichen Seminars für Didaktik und Lehrerbildung mit ihren Lehrbeauftragten Tobias Litz und Markus Zirker auf eine Exkursion.

SWP |

Bereits im Vorfeld ergaben sich dazu zahlreiche Fragen, die im Zuge der Exkursion beantwortet werden konnten, wodurch jedoch auch die enorme Spannbreite des Themas erkennbar wurde.

Erste Einblicke hinter die Kulissen ergaben sich im Steinkohlekraftwerk des Energiekonzerns Energie Baden-Würtemberg in Altbach-Deizisau. Zunächst erhielten die Anwärter einen Input zum derzeitigen Energiemix, zu neuen Pilotprojekten und zur Funktionsweise des Kohlekraftwerks. Danach durften sie den Kraftwerkgiganten von innen besichtigen. Die Größendimension und das Know-how, das hinter der Technik steckt, beeindruckten die Gruppe sehr und ließen die Tragweite dieser Energiequelle erahnen. Trotz des Stellenwertes der Steinkohle im Energiemix ergaben sich Problemfelder für die bisher keine allumfassenden Lösungen in Sicht sind. So mangelt es an nachhaltigen Möglichkeiten, die überschüssige Energie zu speichern. Allein um den überschüssigen Wasserdampf in einem der Hybridkühltürme herunter zu kühlen, benötigt man pro Stunde, Strom in der Größenordnung des Jahresverbrauchs einer dreiköpfigen Familie.

In der Laubenhartschule der Gemeinde Bartholomä stand am nächsten Tag Oliver Strohms Vortrag auf der Tagesordnung, der im Auftrag der WPD Windenergieprojekte in der Region Ostalb umsetzt. Um die Sichtweise einer betroffenen Gemeinde darzulegen, erklärte Bürgermeister Thomas Kuhn die damit auftretenden Schwierigkeiten. Dabei wurde deutlich, wie viele verschiedene Wege zu gehen sind, um ein Windenergieprojekt umzusetzen. Anschließend konnten die angehenden Lehrerinnen und Lehrer eine Windkraftanlage im Windpark Lauterstein besichtigen.

Am Nachmittag besuchte die Exkursionsgruppe den Milchviehbetrieb Schlatthof in Waldstetten bei Schwäbisch Gmünd. Neben zahlreichen Informationen zur hofeigenen Biogasanlage, stand vor allem der Tagesablauf des Landwirts im Zentrum des Interesses. Auf diese Weise wurden die Melkroboter, die Haltung der Kühe und die Aufzucht der Kälber erkundet und Erfahrungen sowie Sichtweisen des Landwirts zum Thema Nutztierhaltung und Tierschutz transparent.

Neben der Aneignung von Expertise wurde die Behandlung des Themas im Unterricht beleuchtet und auf diese Weise die Brücke zwischen Theorie und Schulpraxis geschlagen. Die Referendare gewannen die Erkenntnis, dass der Besuch außerschulischer Lernorte für das Lernen enorm gewinnbringend ist und damit einen hohen Stellenwert in der Schulpraxis einnimmt.

Die Teilnehmer konnten auf dieser Exkursion neben dem Fachwissen viele neue Erfahrungen und Eindrücke mitnehmen, die sie in die Schulen hineintragen können. Letzten Endes bleibt die Energieversorgung ein stets aktuelles Thema, mit dem sich die Menschen heute und auch in Zukunft auseinandersetzen müssen.

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