Meinung aus Kundensicht
Reutlingen. Nach dem Prinzip "Meinung aus Kundensicht" präsentierten ESB-Studenten jetzt ihre Vorstellungen für den idealen Studiengang an der Hochschule.
Unter den Studierenden auf dem Campus der Hochschule ist die ESB Business School für den hohen Anspruch bekannt, den sie an den internationalen Wirtschaftsnachwuchs stellt. Die Fakultät revanchiert sich dafür mit der Einbindung der Studenten bei der Weiterentwicklung ihrer Studienprogramme, wie in einem aktuellen Marktforschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Gerd Nufer, das vergangene Woche nach dreieinhalb Monaten seinen Abschluss fand. Ziel war, herauszufinden, wie sich die Studierenden der Studiengänge Außenwirtschaft und International Business ihren idealen Studiengang vorstellen. Dazu stellte das fünfköpfige Projektteam des dritten Semesters Außenwirtschaft mehrere Hypothesen auf und befragte alle Mitstudenten, deren Antworten ausgewertet und in Form einer Präsentation vorgetragen wurden.
Gemäß den Umfrageergebnissen sollte die Studiendauer im Bachelorstudium von sechs auf sieben Semester angehoben und parallel die Auswahl der Wahlpflichtfächer ausgebaut werden, so der Wunsch der Studierenden. Gute Resonanz fand das Doppel-Abschluss-Modell mit der schottischen Napier University in Edinburgh, das ausgewählten Teilnehmern nach zwei Auslandsstudiensemestern an dieser Partnerhochschule einen Doppel-Bachelor-Abschluss verspricht. Ein wichtiger Eckpunkt des Studiums in Reutlingen stellt der Anteil englischsprachiger Lehrveranstaltungen dar, der von den Studenten bei 50 bis 60 Prozent für optimal befunden wird. In bestimmten Fächern wie Mathematik soll laut den Studenten jedoch weiter Deutsch gesprochen werden.
Interessant fällt das Ergebnis der parallelen Befragung im Studiengang International Business aus, in dem im ersten Studienjahr sämtliche Vorlesungen auf Englisch gehalten werden: Hier wünschen sich sowohl die deutschen als auch die internationalen Studierenden auch für die Zukunft keinen rein englischsprachigen Studiengang, sondern begrüßen die momentane Zweisprachigkeit in den höheren Semestern.
Die künftigen Absolventen freuen sich über das Engagement ihrer Hochschule, die Studenten bei der Weiterentwicklung ihrer Programme teilhaben zu lassen, erklärt Mirjam Schöller. Sie ist Teil der Projektgruppe und wünscht sich, dass dieses Vorgehen auch an anderen Hochschulen aufgegriffen wird. Für Projektleiter Nufer bieten die Untersuchungsergebnisse wertvolle Einblicke in die Vorstellungen der Studenten. Es handle sich hier um eine Marktanalyse, bei der die Studierenden selbst ihre Positionen äußern konnten. Auf diese Weise kann sich die ESB auf Nachforschungen aus erster Hand bei der Weiterentwicklung ihrer internationalen Wirtschaftsstudiengänge stützen.
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Autor: NICO ANDEL | 09.07.2010
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