Mehr Besucher als im Jahr 2008

Reutlingen.  Das Reutlinger Open-Air-Kino von 18. bis 29. August im Spitalhof war trotz des teils "durchwachsenen" Wetters gut besucht. Klaus Kupke zieht Bilanz.

Die Bilanz des Reutlinger Open-Air-Kinos 2010 fällt gut aus. Wie Klaus Kupke vom Jugendamt sagt, sind dieses Mal insgesamt 3754 Zuschauer gekommen. Verglichen mit dem Jahr 2008, in dem sich 3677 Leute die Filme unter freiem Himmel ansahen, gibt es sogar eine Steigerung.

Wie damals sei das Wetter auch in diesem Jahr teilweise "nicht ganz so prickelnd" gewesen, vor allem in den letzten Tagen sowie zu Beginn der Veranstaltungsreihe, als die Wetterlage noch unsicher gewesen sei.

Trotzdem scheint Kupke insgesamt zufrieden zu sein. " Selbst gestern bei diesem Regen kamen 120 Leute, super präpariert mit Regenhose und Regenjacke." Dies zeige, dass das Kino bei den Leuten angekommen sei.

Zu den absoluten Rennern dieses Mal gehörten vor allem die beiden Komödien "Vincent will Meer" und "Friendship", die mit 600 Plätzen ausverkauft waren. "Wir mussten sogar Leute heimschicken", sagt Kupke. Auch Filme wie "Die Standesbeamtin", "Soul Kitchen" und "Die Wüstenblume" sorgten für gut besuchte Veranstaltungstage. Mit nur 68 Besuchern enttäuschte hingegen die erste Filmvorstellung "It might get loud". Hier gibt Kupke dem unsicheren Wetter die Schuld. Zudem sei der Film eher für Musikliebhaber als für die breite Masse gewesen.

Sichtlich überrascht sei er jedoch von den Besucherzahlen für "Spiel mir das Lied vom Tod" gewesen - nur 105 Zuschauer waren da, obwohl er bei so einem "Klassiker mit 250 bis 300 Leuten gerechnet hatte". Es muss jedoch hinzugefügt werden, dass es an diesem Tag besonders stark geregnet hat. "Das Open-Air lebt eben vom Wetter", sagt er. Trotz des plötzlichen Kälteeinbruchs vor ein paar Tagen sei er "sehr zufrieden" von den Ergebnissen.

Den Termin für das Kino-Open-Air habe er bewusst zwischen das Uracher Open-Air, das vom 5. bis 14. August stattgefunden hat, und den Beginn des Reutlinger Weindorfes am 1. September gelegt.

Was ist 2011 geplant? Es sei kein besonderes Thema vorgesehen, sagt Kupke. Er werde sich aber nach einer guten Literaturverfilmung und einem Actionfilm für Jugendliche umsehen, hätte aber auch gern eine englische Komödie wegen des anderen Humors dabei. Ziemlich fest geplant sei wohl schon das Drama "Das Konzert": In diesem Film geht es um den Dirigenten des berühmten Bolschoi-Orchesters, der wegen mangelnder Linientreue zum Putzmann degradiert wird. Bis er eines Tages eine Einladung des Orchesters nach Paris aus dem Büro des Direktors entwendet und sich mit der alten Orchesterbesetzung nach Frankreich begibt.


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Autor: KERSTIN HANDEL | 31.08.2010

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