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Immer ein trockener Ball

Fußballspaß für Jung und Alt verspricht Willi Altenhof, Geschäftsführer von Krams Immobilien, mit seinem Projekt Soccer-Halle auf dem Kreuzeiche-Areal. Die Stadt muss aber noch die Weichen dafür stellen.

PETER ANDEL |

Fußball ist seit langem unangefochten die Sportart Nummer eins in Deutschland - und wird es wohl auch in Zukunft bleiben. Freilich müssen die Kicker stets bei Wind und Wetter das Runde ins Eckige donnern. Muss aber nicht dauerhaft so sein, denn Willi Altenhof, Geschäftsführer von Krams Immobilien in der Kaiserpassage, hat etwas Marktforschung betrieben und ein Projekt entwickelt, bei dem nicht im Matsch gegrätscht oder auf Schneeboden gerutscht wird und der Ball immer trocken bleibt: Das Zauberwort heißt Soccer-Halle.

Es wäre ein Novum in Reutlingen, und die Soccer-Halle würde über ein großes Einzugsgebiet verfügen, denn die nächsten vergleichbaren Hallen stehen im 20 Kilometer entfernten Bonlanden oder in Nufringen, das 37 Kilometer weit weg ist, wobei es sich hier um umgebaute Tennishallen handelt. An der Kreuzeiche (an der Alteburgstraße und direkt neben dem Verkehrsübungsplatz) wäre es ein Neubau, dessen Investitionsvolumen Altenhof auf zwei Millionen Euro beziffert - eine Vier-Feld-Halle mit Kunstrasen der neuesten Generation und mit den Abmessungen 65 auf 40 Meter plus Gastronomie und Umkleide. Einschließlich der Stellplätze käme man auf einen Platzbedarf von rund 4000 Quadratmeter. Das "ausgeguckte" Areal ist freilich städtischer Grund und Boden und auch noch Sondergebiet. Damit steht der 61-jährige Geschäftsführende Gesellschafter von Krams Immobilien vor einem Problem: Sollten seine Pläne von der Soccer-Halle verwirklicht werden, müsste zunächst der Bebauungsplan geändert werden. Bei einem ersten Gespräch mit Baubürgermeisterin Ulrike Hotz fand die laut Altenhof das Vorhaben "sehr gut", aber wegen der nötigen Bebauungsplanänderung müsse das Ganze eben durch den Gemeinderat. Hierbei, so Altenhof, seien die bisherigen Gespräche mit den Ratsfraktionen "überwiegend positiv" verlaufen.

Altenhof könnte sich vorstellen, das Grundstück im Erbpachtverfahren von der Stadt zu erhalten und im Gegenzug - als "soziale Komponente" - zum Beispiel vormittags zwei Felder den Schulen zur Verfügung zu stellen. Gedacht sei die Halle übrigens nicht für die Profi-Kicker, sondern für aktive Fußballer, als Wintertrainingsmöglichkeit, für Jugendcamps, Nachwuchsförderung oder auch für AH- und Betriebsmannschaften.

Für Altenhof könnte es gleich losgehen, denn die Finanzierung sei geklärt. Krams selbst hat noch einen zweiten Investor an der Hand und würde als Betreiber auftreten. Wenn der Gemeinderat schließlich nach dem Bebauungsplanverfahren grünes Licht gibt, könnte die Soccer-Halle binnen fünf Monaten stehen.

Info Krams Immobilien in der Kaiserpassage 9 zählt derzeit 30 Mitarbeiter. Neben dem Kerngeschäft betätigt man sich auch als klassischer Projektentwickler. So ist Krams nicht nur bei der Soccer-Halle aktiv, sondern beschäftigt sich auch mit dem Umbau des Kali-Kinos für das künftige Kaufhof K 8 in der Katharinenstraße.

Was ist eigentlich Indoor-Soccer?

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