Gütesiegel von Clement
Reutlingen/Duisburg. Bei der Vergleichsstudie "Top Job" hat die GWG Wohnungsgesellschaft den Sprung unter die besten Arbeitgeber geschafft. Mentor ist der frühere Bundesarbeitsminister Wolfgang Clement, der gratulierte.
Seit nunmehr zehn Jahren ermittelt und prämiert "Top Job" herausragende Personalarbeit im deutschen Mittelstand, heißt es in einer Mitteilung. Die Reutlinger GWG Wohnungsgesellschaft hat im Jubiläumsjahr den Sprung in die Riege dieser ausgezeichneten Arbeitgeber geschafft und von Mentor Wolfgang Clement, dem früheren Bundesarbeitsminister und ehemaligen Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, im Landschaftspark Duisburg-Nord das Gütesiegel "Top Job" überreicht bekommen.
Bei der GWG Wohnungsgesellschaft hat jeder Wohnungssuchende in Zukunft nur noch einen Ansprechpartner. Und zwar für alle Belange von der Antragstellung bis zum Auszug. Wie die neuen Abläufe dann aussehen und wie und an welchen Arbeitsplätzen die insgesamt 142 Mitarbeiter ihre Aufgaben zukünftig wahrnehmen, entscheiden die Beschäftigten ganz alleine. Und stellen damit ihre unternehmerischen Fähigkeiten unter Beweis. "Wir geben lediglich die grobe Richtung vor, alles andere liegt in der Hand unserer Mitarbeiter", betont Personalleiterin Elveda Altun. "Deshalb haben wir bei der Umstrukturierung auch ganz bewusst auf externe Berater verzichtet."
Außendienstmitarbeiter Walter Müller formuliert es wie folgt: "Bei der GWG fühle ich mich angenommen und ernst genommen. Der Umgang unter den Kollegen ist respektvoll und hilfsbereit - und zwar über alle Hierarchieebenen hinweg."
Familienorientierung spielt im Personalmanagement der GWG ebenfalls eine gewichtige Rolle. Ein äußerst flexibles Teilzeitmodell sorgt etwa dafür, dass Mitarbeiter während ihrer Wiedereingliederung nach der Elternzeit selbst entscheiden können, wie lange und wann sie arbeiten möchten. Äußerst großzügig zeigt sich der Reutlinger Arbeitgeber überdies bei der bezahlten Freistellung zur Pflege eines kranken Kindes: Das Gehalt wird in besonderen Fällen, selbst bei einer überdurchschnittlich langen Abwesenheit, nicht gekürzt.
Von der Großzügigkeit der GWG profitieren auch ältere Mitarbeiter, die sich beim Übergang in den Ruhestand für das Blockmodell entscheiden: Auf eine dreijährige "Aktivphase" mit voller Arbeitszeit und der Hälfte des Gehalts folgt die "Passivphase", in der nicht mehr gearbeitet wird und dennoch 50 Prozent der Bezüge gezahlt werden. Damit sie in beiden Phasen keine nennenswerten finanziellen Verluste erleiden, packt die GWG Reutlingen noch einmal 20 Prozent obendrauf, sodass es auch in der Rentenversicherung kaum Einbußen gibt.
Die GWG hatte sich erfolgreich dem wissenschaftlichen, zweistufigen Verfahren des Instituts für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen gestellt. Das Kernstück der Untersuchung durch Institutsdirektorin Prof. Dr. Heike Bruch war eine Onlinebefragung aller Mitarbeiter. Parallel dazu haben die Personalverantwortlichen der teilnehmenden Firmen Auskunft über ihre Arbeit gegeben. "Für unsere Mitarbeiter, Führungskräfte und die Geschäftsleitung ist die Auszeichnung eine Bestätigung und Anerkennung dafür, dass wir es geschafft haben, für Rahmenbedingungen zu sorgen, die unsere Gesellschaft für uns und zukünftige Mitarbeiter attraktiv und interessant macht", sagt Elveda Altun.
Im Schnitt sind 359 Mitarbeiter bei den 94 besten Arbeitgebern im Mittelstand beschäftigt. Fast jede dritte "Top Job"-Firma 2012 ist ein Familienunternehmen. Die Tatsache, dass darunter 14 Weltmarktführer und 21 nationale Marktführer sind, beweist, dass gute Arbeitgeber auch wirtschaftlich erfolgreich sind. Mehr als die Hälfte der Firmen zahlt ihren Mitarbeitern folgerichtig eine übertarifliche Entlohnung.
Info Weitere Informationen zur GWG Wohnungsgesellschaft, zu den weiteren ausgezeichneten Preisträgern und zum Projekt "Top Job" gibt es unter www.topjob.de.
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Autor: SWP | 03.02.2012
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Bei der Preisverleihung (von links) Ralf Güthert, Geschäftsführer der GWG Reutlingen, Elveda Altun, Personalleiterin bei der GWG und Wolfgang Clement, der Mentor von "Top Job". Foto: Privat
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