Große Anerkennung für das "Stuttgarter Tor"

Einstimmig hat der Gemeinderat am Donnerstag den Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Unter den Linden/Burkhardt- Weber-Straße" gefasst. Dafür gab's viel Lob im Gremium.

RALPH BAUSINGER |

Eine "Landmark für die City Nord" hatte Investor Willi Schöller das "Stuttgarter Tor"- ein rund 60 Meter hohes Gebäude mit 16 Stockwerken - genannt. Auf einer Gesamtfläche von rund 7000 Quadratmetern sollen dort Wohneinheiten sowie Büro- und Praxisräume sowie Gastronomieflächen mit Ausblick über Reutlingen bis in Richtung Stuttgart und Albtrauf entstehen.

Damit dieses Projekt realisiert werden kann, wird ein neuer Bebauungsplan benötigt, da der bisher gültige Bebauungsplan "Gutenbergstraße/Unter den Linden/Rommelsbacher Straße" an dieser exponierten Stelle "Unter den Linden 1" nur ein Parkhaus erlaubt. Mit dem Aufstellungsbeschluss für den Plan "Unter den Linden/Burkhardt+Werber-Straße" hat der Gemeinderat nun diesen Weg beschritten.

Ganz bewusst sei der Name "Stuttgarter Tor" für das Hochhaus gewählt worden. "Hiermit wird neben dem Tübinger Tor, dem Garten Tor und dem Alb Tor auch das vierte Reutlinger Altstadttor mit Anbindung an die L 378 und somit in Richtung Stuttgart wieder zum Leben erweckt", teilte der Investor Anfang Mai mit, nachdem sich die Metzinger-Stuttgarter Planungsgemeinschaft Seidenspinner/Daller bei einer Mehrfachbeauftragung von Architekturbüros mit ihrem Entwurf durchgesetzt hatte. Bereits 2010 hatte die Stadt einen Ideenwettbewerb zur weiteren Entwicklung der City Nord ausgelobt.

"Das Gebäude präsentiert sich als ein eigenständiger Solitär mit angemessenen Bezügen zur Nachbarbebauung. Der geometrisch klar ablesbare Baukörper hat eine skulpturale Qualität, die dem Ort allseitig einen unverwechselbaren Charakter verleiht. Die Fassaden sind gut proportioniert und in sich harmonisch. Hervorzuheben ist die leicht auffindbare, attraktive kolonnadenartige Überdachung im Erdgeschoss, die aus der Plastizität des Baukörpers entsteht und die Eingangssituation schön formuliert", heißt es im Protokoll der Jury, der OB Barbara Bosch, Baubürgermeisterin Ulrike Hotz, Prof. Dr. Franz Pesch als Vorsitzender sowie Vertreter aller Gemeinderatsfraktionen, externer Fachberater und der Schöller & Partner GmbH angehörten. Die große Fläche im Erdgeschoss erlaube unterschiedliche Nutzungen und sei in der ganzen Fassadenabwicklung gut an den öffentlichen Raum angebunden. Sowohl der Bereich der Anlieferung wie auch die Zufahrt zur Tiefgarage an der Nordseite des Gebäudes seien sehr gut angeordnet. Insgesamt sind die Grundrisse einfach und klar strukturiert, urteilte die Jury über den Seidenspinner-Daller-Entwurf, der im Moment überarbeitet und verbessert wird.

Lob für das Projekt gab es von allen Fraktionen des Gemeinderats: Gabriele Janz (Grüne) sprach von einem "markanten Punkt", sie sei gespannt, wie das Hochhaus angenommen werde. Erich Fritz (FWV) würdigte das "Highlight", für Edeltraut Stiedl (SPD) ist es ein "mordsmäßiger Auftakt" für die Modernisierung der Gegend nördlich der Karlstraße. Und Rainer Löffler sprach von einem "starken architektonischen Zeichen am Eingang der City Nord". Die Investoren hätten das System der Mehrfachbeauftragungen akzeptiert, sagte der CDU-Stadtrat. "Reutlingen ist eine investorenfreundliche Stadt."

Thomas Ziegler zeigte sich von den Ergebnissen des Ideenwettbewerbs ebenfalls "angenehm überrascht. Das Stuttgarter Tor erweitere den Innenstadtbereich über die Bahnlinie hinaus: "Hier haben wir endlich ein Projekt, das unserer Stadt Großstadtcharakter verleiht", unterstrich der Stadtrat der Linken.

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