Grautiere sind weder faul noch stur

Bei der "kleinen Eselkunde", einer Veranstaltung des Umweltbildungszentrums Listhof, wurde deutlich gemacht, dass Grautiere weder faul noch stur sind, sondern ganz im Gegenteil Jung und Alt begeistern

DIETMAR CZAPALLA |

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Zu einer weiteren Veranstaltung seines Programms hatte das Umweltbildungszentrum (UBZ) Listhof Kinder im Alter zwischen zehn und 15 Jahren eingeladen. Bei der "kleinen Eselkunde" mit Listhof-Mitarbeiter Markus Schwegler und seiner 15-jährigen Tochter Hella stand im Vorfeld eine Frage im Raum: Sind Esel nun ängstlich oder wachsam, faul oder selbstsicher, stur oder nachdenklich? Während der dreistündigen Veranstaltung wurde deutlich. Das gängige Vorurteil stimmt so nicht.

Seit März haben Markus und Hella Schwegler ihre beiden Esel, den fünf Jahre alten "Kola" und die ein Jahr ältere "Asina", im Listhof - als anerkannter Träger für Jugendbildung - artgerecht untergebracht. Im Zusammenhang damit soll am UBZ die tiergestützte Pädagogik mit großen Tieren ausgebaut werden. Ein Angebot, dass zuletzt auch vom Schwäbischen Albverein Stuttgart und einer Esslinger Gruppe dankbar angenommen wurde.

Zu Beginn lag es an Hella Schwegler, den gekommenen Kindern und Jugendlichen Wissenswertes zum Thema Esel nahe zu bringen. Unterscheidungsmerkmale zwischen Esel und Pferd zählten ebenso dazu, wie deren unterschiedliche Herkunft, Gewohnheiten und Fähigkeiten. "Ihr dürft die Esel nicht erschrecken und nicht hinter ihnen herlaufen. Sprecht ruhig, die Esel merken, was Ihr von ihnen wollt", gab sie der Kinderschar mit auf den Weg.

Der führte am Motocrossgelände entlang, am Lumpenhof und Hundedressurplatz vorbei durch das Naturschutzgebiet und zurück zum UBZ. Immer wieder von Stopps unterbrochen, um dabei den Eseln Freiraum zu geben und sie dabei beobachten zu können. Das in Sachen Eseln erfahrene Schwegler-Duo trug seinen maßgeblichen Anteil dazu bei, dass "Die kleine Eselkunde" zu einem beeindruckenden Erlebnis wurde. Entsprechend strahlten am Ende Nina, Anna, Jeniffer, Sarina und all die anderen auch. "Habt Respekt vor den Eseln, aber keine Angst", hatte Hella Schwegler den Mädchen zu Beginn gesagt. Die hatten den Rat in die Tat umgesetzt und "Kola" und Asina schon bald als "süß", "total lieb" und "ganz brav" bezeichnet.

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