Feuerwehr rettet verwaisten Schlitten
Reutlingen.
Schon seit Mitte Dezember stand ein noch intakter größerer Rodelschlitten inmitten des mit Schnee bedecktem Eises des Schlattwiesensees. Wie er dort hin gekommen war, wusste keiner der vielen Besucher des Sport- und Freizeitparks Markwasen zu sagen. Besorgte Bürger, so wie das Ehepaar Reicherter, befürchteten fortan, "dass eventuell Kinder auf das zu dünne Eis gehen, um sich den Schlitten runter zu holen und dabei einbrechen". Eine Naturfreundin hatte damals drei sich um einen Schlitten streitende Buben beobachtet, das Ganze aber nicht weiter verfolgt.
Als zwei Mitarbeiter des im Mai 2008 eingerichteten Kommunalen Ordnungsdienstes der Stadt am 20. Januar bei einem Kontrollgang im Sport- und Freizeitpark unterwegs waren, bemerkten auch sie das winterliche Sportgerät. Einer davon war dabei, als "am gleichen Nachmittag", so das Amt für öffentliche Ordnung, die Feuerwehr auf den Plan trat, um "Sicherungsmaßnahmen durchzuführen". Einsatzleiter Miran Gorisek war mit vier Leuten aufgekreuzt und holte den Schlitten mit einem ein Meter breiten speziellen Eis-Rettungsgerät an Land. "Das Eis war recht brüchig", vermeldete Gorisek nach der für ihn "recht ungewöhnlichen Rettungsaktion".
Besucher des Parks registrierten es mit hörbarer Erleichterung. "Jetzt bin ich aber froh", denn "da hätte ja sonst was passieren können" oder "gut, dass vorher nichts passiert ist" war zu hören.
Der sich in gutem Zustand befindliche Rodelschlitten ist jetzt im Fundamt des Bürgeramtes deponiert und wartet da auf seinen rechtmäßigen Besitzer oder seine rechtmäßige Besitzerin. cza
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27.01.2010
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Wie kam bloß der Schlitten auf den verschneit-vereisten Schlattwiesensee? Foto: Dietmar Czapalla
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