Eine Schule richtet sich ein

Pfullingen.  Handwerker wohin das Auge blickt: In der Mensa und im Betreuungsbau am Gymnasium wird an allen Ecken und Enden gearbeitet, damit in den nächsten Wochen beide Neubauten in Betrieb gehen können.

So richtig glücklich ist Architekt Albert List nicht. Der Boden im D-Bau, in dem sich Aufenthaltsräume und Mediothek auf drei Etagen verteilt befinden, wurde gerade erst geputzt - und ist schon wieder dreckig. "Weil die Fair-Energie ihr Wasserkraftwerk erst später baut, kann der Weg zum D-Bau und den anderen Gebäuden noch nicht asphaltiert werden", erklärt List. Eine Baustelle blockiert hier die andere. Das Sträßchen, das - von der Innenstadt aus - der Hauptzugang zum Gymnasiums-Areal ist, liegt derzeit noch geschottert da. Und die Handwerker, die im D-Bau arbeiten und über den Schotterweg müssen, schleppen den Dreck fast im Minutentakt in den Neubau.

Ansonsten allerdings ist Albert List zufrieden. Die Einrichtung ist geliefert worden, und die erhöhte Verbuchungstheke in der Mediothek ist aufgebaut. Nur ein paar beschädigte Stühle müssen jetzt noch ausgetauscht und ein paar Lautsprecher eingesetzt werden. "Und die Lehrer müssen die Möbel noch einräumen, übernächste Woche gehen die Räume dann in Betrieb", weiß der Architekt vom Büro List und Preusch, das den fünf Millionen Euro teuren Ausbau zur Ganztagsbetreuung am Friedrich-Schiller-Gymnasium geplant hat.

Hochbetrieb herrscht indes auch in der Mensa, die gleich neben dem A-Bau im Zentrum des Areals ist. Tiefergelegt ist sie, zu sehen sind von ihr nur die Oberlichter und Lüftungsabzüge. Darüber liegt der alte und neue Schulhof, der derzeit bepflanzt wird. Die Produktionsküche der Mensa mit fest installierter, aber kippbarer Riesenpfanne, mit einem 100-Liter-Kochtopf, Garschränken und einer gut fünf Meter langen Spülmaschine ist zwar schon eingerichtet, muss jetzt aber noch mit Geschirr gefüllt werden.

Fürs Putzen und Einräumen sind indes keine Handwerker, sondern die Männer und Frauen vom Küchentrupp, den die Ökotrophologin Petra Zitzler hauptberuflich leitet, zuständig.

Gestern war das Mensa-Team schon am Arbeiten. So richtig im Einsatz wird die 80-köpfige Truppe - jeweils fünf Helfer werden später pro Tag gebraucht - allerdings erst Ende September sein. Dann gehen die ersten Essen über den Tresen. In der nächsten Woche ist in der Mensa, die mit 400 Stühlen und 65 Tischen ausgestattet ist, erstmal die Einschulung der neuen Fünfer.


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Autor: EVELYN RUPPRECHT | 09.09.2010

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