Ein großer Schritt in die Unabhängigkeit
Reutlingen. 20 Studierende der Hochschule haben jetzt das Deutschlandstipendium erhalten und erhalten für ein Jahr 300 Euro monatlich. Die eine Hälfte der Finanzspritze stammt dabei von Firmen, die andere vom Bund.
"Das Stipendium bedeutet für mich einen großen Schritt in Richtung Unabhängigkeit", sagt die 26-jährige ESB-Studentin Lena Detel. Ein zeitaufwendiges Masterstudium und 15 Stunden pro Woche Eiskunstlauf-Training - viel Zeit zum Geld verdienen bleibt der Studentin des Studiengangs "International Business Development" nicht. "Ich bin glücklich, mich jetzt etwas mehr auf mein Studium und natürlich auch den Leistungssport konzentrieren zu können", strahlt die Studentin.
Neben Lena zählen zehn weitere Studierende aus der Fakultät ESB Business School, drei aus der Informatik und je zwei aus den Fakultäten Angewandte Chemie, Textil & Design und Technik zu den glücklichen Stipendiaten. Mit im Boot sind verschiedene Firmen: So stiften IBM Deutschland neun, SAP und BASF je drei und der Verein Alumni Reutlingen zwei, die Interstuhl Büromöbel GmbH und ein anonymer Spender jeweils ein Stipendium. "Das Stipendium fördert besonders talentierte junge Menschen und hilft so gleichzeitig, bestmöglichen Nachwuchs für die Unternehmen auszubilden", fasst Hochschulpräsident Prof. Dr. Peter Nieß die Vorteile zusammen.
Welche der 282 Bewerber das Deutschlandstipendium in den Händen halten dürfen, hat eine Jury der Hochschule entschieden. Ausschlaggebend sind dabei hauptsächlich bisherige Leistungen wie die Abitur- oder Bachelor-Note gewesen, aber auch familiäre oder kulturelle Aspekte haben eine Rolle gespielt. In Reutlingen sollen besonders Studienanfänger von der Vergabe profitieren: Zwölf der Stipendiaten kommen deshalb aus dem ersten Fachsemester. So auch Lena Krächan (19), die bei Medien- und Kommunikationsinformatik eingeschrieben ist. "Meine Eltern finanzieren das Studium, jetzt muss ich sie nicht mehr um alles bitten", freut sie sich. Frank Griesinger (24) hat die positive Nachricht in Sheffield/England erreicht. "Dank des Deutschlandstipendiums ist für mich die Finanzierung des Auslandssemesters deutlich einfacher geworden", sagt der Masterstudent der Medien- und Kommunikationsinformatik. Für die Zukunft möchte die Hochschule noch mehr Stipendienplätze schaffen. "Gerne würden wir im nächsten Jahr die Anzahl der Stipendiaten verdoppeln, um damit möglichst vielen unserer guten Bewerber das Studium zu erleichtern", sagt Nieß.
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Autor: SWP | 02.11.2011
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