Drama um Kaninchen
Reutlingen. Kürzlich wurde der Notdienst des Tierheims Reutlingen zu einem Notfall gerufen. In einem Auto waren drei Kaninchen ohne Futter und Wasser.
Zwei der Tiere waren bereits tot, das dritte konnte dank der Polizei und des Notdienstes gerettet werden. Besorgte Anwohner hatten den Vorfall beim Tierheimnotdienst gemeldet.
Sie hatten bemerkt, wie in einem Wagen ein Kaninchen umherhüpfte. Daraufhin gingen sie auf den Wagen zu und sahen, dass zwei Tiere bereits tot im Fahrzeug lagen. Das Fenster war etwas geöffnet, jedoch kann davon ausgegangen werden, dass sich der Innenraum des Fahrzeugs wegen der extremen Hitze an diesen Tagen enorm aufgeheizt hat und deshalb zwei Kaninchen qualvoll gestorben sind. Als die Polizei zusammen mit dem Tierheimnotdienst eintraf, war die Autotür jedoch geöffnet und die beiden toten Kaninchen befanden sich nicht mehr im Wagen. Das lebende Kaninchen konnte gerettet werden.
In dem Auto befanden sich weder Futter noch Wasser. Da die Anwohner, die den Vorfall gemeldet hatten, zum Zeitpunkt des Eintreffens der Polizei und des Tierheimes nicht mehr vor Ort waren, konnte nicht nachgeprüft werden, wer die Tiere aus dem Wagen geholt hatte. Eventuell war es der Besitzer, der dies mitbekommen hat? Das dritte Kaninchen, das diese Tortur überlebt hat, haben die Helfer Herby getauft. Inzwischen geht es ihm sehr gut, und er fühlt sich im Tierheim pudelwohl.
Die Tierschützer bitten nochmals alle Tierhalter, Tiere - ebenso wie kleine Kinder - an warmen Tagen nicht unbeaufsichtigt im Auto zu lassen, da das Auto bei der Hitze sehr schnell extrem heiß wird. Ebenso bittet man die Bevölkerung um besondere Aufmerksamkeit und Verstöße jeglicher Art von Tierquälerei entweder im Tierheim oder bei der Polizei zu melden. Der Besitzer des Fahrzeuges konnte inzwischen ausfindig gemacht werden. Auf ihn kommt jetzt eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu.
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21.08.2010
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Dieses Kaninchen hat überlebt - zwei andere Tiere starben in dem überhitzten Auto. Foto: Privat
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