Diesmal verlief der Hutwurf reibungslos
Reutlingen. Mit ihrem Abschluss in der Tasche geht es für die Absolventen der ESB Business School nun ins Berufsleben. Am Freitag feierten die ehemaligen Studenten groß in der Listhalle und auf dem Campus.
Die internationale Ausrichtung einer Graduierungsfeier der Business School der Hochschule Reutlingen orientiert sich an anglo-amerikanischen Vorbildern. Denn wenn die Studenten ihre Zeugnisse überreicht bekommen haben, steht am Ende des feierlichen Akts der Hutwurf, der im vergangenen Jahr laut Dekan Prof. Otmar Schneck sogar dazu geführt habe, dass sich einer der Ehemaligen die Nase gebrochen hat.
Nachdem in der Listhalle am Freitagabend aber alles gut gegangen ist, stand auch dem anschließenden Festessen in der Mensa des Campus nichts mehr Weg. Wobei hier nicht nur gut gelaunte und frisch gebackene Bachelor und Master feierten, sondern sich genauso Eltern, Freunde und Verwandte mit den Absolventen freuten.
Insgesamt hat die ESB nun 77 Bachelor und 118 Master ins Leben entlassen. Neben viel Lob für die Disziplin der vergangenen Jahre verglich Hochschulpräsident Prof. Peter Nieß das Studentenleben mit der Selbstständigkeit auf dem Arbeitsmarkt. Denn: "Ein Unternehmer arbeitet auf sein eigenes finanzielles und soziales Risiko." Am Ende würde jedoch sein Erfolg oder Misserfolg stehen, für den er allein verantwortlich sei. Wobei die jetzigen Absolventen genauso ihres eigenes Glückes Schmied gewesen seien.
Die Karriereperspektiven, so Nieß weiter, seien nun aber glänzend und könnten in die Top-Positionen führen. Allerdings ergänzte er genauso, dass er sich keine Schlagzeilen wünsche, die auf "Verdacht auf Plagiat" lauten würden.
Wie weit den Absolventen nun die Tore offenstehen, machte am Freitag außerdem René Marius Köhler, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Internetstores AG sowie Träger des Deutschen Gründerpreises 2010, deutlich. Warb er doch für eine Karriere als selbstständiger Unternehmer und wies gleichzeitig auf die damit verbundene Verantwortung für sich und andere hin. Wobei zum wirtschaftlichen Vorankommen hinzukomme, sich selbst zu vertrauen, eine Meinung zu haben und diese zu vertreten.
So spannend das Unternehmertum sei, gebe es laut Köhler auch Schattenseiten. Denn neben der Tatsache, dass das Unternehmen in den Mittelpunkt des Lebens rücke, gebe es darüber hinaus oft schwere Entscheidungen zu treffen.
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Autor: JAN ZAWADIL | 21.02.2011
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Befreiend: Mit dem Hutwurf feiern die Absolventen ihren Abschluss. Foto: Jan Zawadil
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