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Burnouts mit viel Krach, Gummigestank und Lärm

Chromblitzende Maschinen, leicht bekleidete Mädels, bärtige Männer, Barbecue, coole Drinks und tätowierte Biker gabs am Wochenende beim ersten Harley-Treffen der Region auf dem Hofgut Übersberg.

JOACHIM LENK |

Selbstverständlich wollen Harley-Davidson-Fahrer nicht als Schönwetter-Biker gelten. Dennoch ist es ihnen nicht zu verübeln, dass manche, die zum ersten Harley-Treffen auf den Übersberg bei Pfullingen kommen wollten, wegen des nasskalten Schmuddelwetters ihre Maschinen in der Garage stehen ließen. Hut abvor denen, die trotzdem mehrere Hundert Kilometer auf dem Sattel ihrer Zweiräder im Regen in Kauf nahmen, um bei dem gemütlichen Beisammensein und Fachsimpeln mit Gleichgesinnten mit dabei zu sein.

Auch viele Schaulustige kamen am Samstag und Sonntag auf dem Hofgut vorbei. Die meisten von ihnen zogen es vor, die neun Kilometer lange Anfahrt durch den Wald RichtungÜbersberg mit dem Auto zu bewältigen. Oben angekommen erwartete die Biker und Autofahrer eine tolle Stimmung mit Livemusik von der Reutlinger Rock-Pop-Band"Gate8 Closed". Außerdem gab es Airbrush-Demonstrationen, eine Custombike-Show und Fotoshootings mit leicht bekleideten Mädels auf den heißen Maschinen. Zwischendurch konnte man immer wieder das Blubbern und Röhren der Custombikes, Chopper und Boulevard-Cruiser hören.

Zum ersten Mal stellte sich auch der im vergangenen Jahr gegründete Verein"Route 66 Germany" aus Mössingen vor."Wir möchten im nächsten Jahr die legendäre 4000 Kilometer lange Route 66 von Chicago bis Santa Monica an der Pazifikküste befahren", informierte der Vorsitzende Wolfgang Werz.

Ein Traum, den anscheinend viele Harley-Fahrer einmal in ihrem Leben verwirklichen möchten. Das zeigte sich unter anderem auch daran, dass einige Biker spontan dem jungen Verein beitraten.

Klar, auch bei diesem Treffen am Wochenende gab es stehende Burn-outs mit viel Krach, Gummigestank und Rauch zu erleben. Ein Biker mutete seinem Hinterreifen etwas zu viel zu, sodass der sich, zur Gaudi der Zuschauer, in tausend Einzelteile zerlegte.

Nicht nur die Kultmotorräder aus Milwaukee waren die vergangenen zwei Tage auf dem Hofgut Übersberg zu begutachten. Auch andere Maschinen ließen sich auf der Anhöhe sehen. Unter anderem eine noch fahrtaugliche 82 Jahre alte Tornax eines Sammlers aus Filderstadt. Die Vorkriegsmaschine mit ihren gerade einmal 26 Pferdestärken hat ein Leerlaufgeräusch von sage und schreibe 104 Dezibel und einen irren Sound, wie die eingefleischte Harley-Clique kollektiv neidlos anerkannte.

Dieser heiße Ofen wird bestimmt auch wieder im nächsten Jahr mit von der Partie sein. Die Veranstalter des ersten Harley-Treffens, eine 20-köpfige Harley-Mannschaft aus dem Raum Reutlingen/Pfullingen, hat bereits angekündigt, die Biker-Party im Sommer 2013 wiederholen zu wollen. Aber dann nicht mehr nur an zwei, sondern gleich an drei Tagen. Und wieder auf dem Hofgut Übersberg mit Restaurant, das Alexander Reum, selbst stolzer Eigentümer einer Fat-Boy-Maschine, gepachtet hat.

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