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Bei der Grünzäsur ist sich der Rat nicht grün Regionalplanentwurf sorgt für Diskussion

Einmal mehr hatte der Gemeinderat seine Stellungnahme zum Regionalplanentwurf abzugeben. Der Beschlussvorschlag sorgte indes für Diskussionen.

EVELYN RUPPRECHT |

Dem Beschlussvorschlag, den die Stadtverwaltung den Räten am Dienstag zum Regionalplanentwurf vorlegte, konnte das Gremium in den Punkten eins und drei bis sieben problemlos zustimmen. Allein bei Punkt zwei formulierte Sigrid Godbillon (GAL) ihre Bedenken. Denn bei dem Punkt geht es darum, dass Pfullingen beantragen soll, "dass eine planerische Überlegung, die zu einer flächengleichen Verschiebung einer Grünzäsur führt, von der höheren Raumordnungsbehörde auch zugelassen wird, sofern die Abweichung unter raumordnerischen Gesichtspunkten vertretbar ist und die Grundzüge der Planung nicht berührt werden". Ein Beschlussvorschlag, dem Godbillon einiges entgegenzusetzen hatte. "Eine hier suggerierte flächengleiche Verschiebung der Grünzäsur am Arbach ist in Wirklichkeit überhaupt nicht möglich, denn der Gewässerrandstreifen des Arbachs, der Teil dieser Zäsur ist, lässt sich nicht verschieben", konterte sie. Ja, sie überlegte sogar, ob die ausgewiesenen Gewerbegebiete in Eningen und Pfullingen wegen des geringen Abstands zwischen den Bebauungen nicht rechtswidrig seien. Und sie betonte, wie wichtig die Grünzäsur als Naherholungsgebiet für den gesamten Burgweg sei. Argumente, denen selbst Gert Klaiber (CDU) etwas abgewinnen konnte, mit denen Godbillon letztlich aber nur die SPD/GAL-Fraktion hinter sich wusste - und Wilhelm Eib von der UVW, den die GAL-Rätin noch mit ihren Einwänden überzeugen konnte. Die Begründung von Bürgermeister Rudolf Heß, dass man sich mit einer möglichen Verschiebung der Grünzäsur mehr Flexibilität bei den Gewerbeflächen eröffne, schien die anderen Stadträte zu überzeugen.

Ansonsten war man sich einig bei der Beschlussfassung. So soll die Stadt im Regionalplan als Mittelzentrum festgeschrieben werden. Ein Punkt, der laut Bürgermeister Rudolf Heß für die Zukunft besonders wichtig ist. Und auch die mögliche Innenstadtstrecke für eine Regional-Stadt-Bahn soll nicht alternativlos bleiben. Eine Trassenführung auf der ehemaligen Honauer Bahnstrecke sei gleichberechtigt in der Raumnutzungskarte darzustellen. Das Problem: Die Innenstadtstrecke könnte hohe Kosten für Pfullingen mit sich bringen. So müsste der Untergrund vor einem Regional-Stadt-Bahn-Bau saniert werden - und zwar auf Kosten der Stadt.

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