Reutlingen:

sonnig

sonnig
19°C/8°C

Bei der Grünzäsur ist sich der Rat nicht grün Regionalplanentwurf sorgt für Diskussion

Einmal mehr hatte der Gemeinderat seine Stellungnahme zum Regionalplanentwurf abzugeben. Der Beschlussvorschlag sorgte indes für Diskussionen.

EVELYN RUPPRECHT |

Dem Beschlussvorschlag, den die Stadtverwaltung den Räten am Dienstag zum Regionalplanentwurf vorlegte, konnte das Gremium in den Punkten eins und drei bis sieben problemlos zustimmen. Allein bei Punkt zwei formulierte Sigrid Godbillon (GAL) ihre Bedenken. Denn bei dem Punkt geht es darum, dass Pfullingen beantragen soll, "dass eine planerische Überlegung, die zu einer flächengleichen Verschiebung einer Grünzäsur führt, von der höheren Raumordnungsbehörde auch zugelassen wird, sofern die Abweichung unter raumordnerischen Gesichtspunkten vertretbar ist und die Grundzüge der Planung nicht berührt werden". Ein Beschlussvorschlag, dem Godbillon einiges entgegenzusetzen hatte. "Eine hier suggerierte flächengleiche Verschiebung der Grünzäsur am Arbach ist in Wirklichkeit überhaupt nicht möglich, denn der Gewässerrandstreifen des Arbachs, der Teil dieser Zäsur ist, lässt sich nicht verschieben", konterte sie. Ja, sie überlegte sogar, ob die ausgewiesenen Gewerbegebiete in Eningen und Pfullingen wegen des geringen Abstands zwischen den Bebauungen nicht rechtswidrig seien. Und sie betonte, wie wichtig die Grünzäsur als Naherholungsgebiet für den gesamten Burgweg sei. Argumente, denen selbst Gert Klaiber (CDU) etwas abgewinnen konnte, mit denen Godbillon letztlich aber nur die SPD/GAL-Fraktion hinter sich wusste - und Wilhelm Eib von der UVW, den die GAL-Rätin noch mit ihren Einwänden überzeugen konnte. Die Begründung von Bürgermeister Rudolf Heß, dass man sich mit einer möglichen Verschiebung der Grünzäsur mehr Flexibilität bei den Gewerbeflächen eröffne, schien die anderen Stadträte zu überzeugen.

Ansonsten war man sich einig bei der Beschlussfassung. So soll die Stadt im Regionalplan als Mittelzentrum festgeschrieben werden. Ein Punkt, der laut Bürgermeister Rudolf Heß für die Zukunft besonders wichtig ist. Und auch die mögliche Innenstadtstrecke für eine Regional-Stadt-Bahn soll nicht alternativlos bleiben. Eine Trassenführung auf der ehemaligen Honauer Bahnstrecke sei gleichberechtigt in der Raumnutzungskarte darzustellen. Das Problem: Die Innenstadtstrecke könnte hohe Kosten für Pfullingen mit sich bringen. So müsste der Untergrund vor einem Regional-Stadt-Bahn-Bau saniert werden - und zwar auf Kosten der Stadt.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Zum Schluss

Wassermelonen-Brot

Der taiwanesische Bäcker Lee Wen-fa mit seinem Wassermelonen-Brot. Foto: David Chang

Grünteepulver, Erdbeeren, Bambuskohle und Lebensmittelfarbe: Daraus hat ein Bäcker in Taiwan ein sogenanntes Wassermelonen-Toastbrot gebacken. mehr

Die Kassette lebt weiter

Robert Schulze, Inhaber des Plattenladens "Bis aufs Messer", hat die Kassette lieb. Foto: Stephanie Pilick

Nicht nur Fans der „Drei Fragezeichen“ haben noch Kassetten. Auch Musikliebhaber und Labels entdecken sie wieder. Also: den Walkman bloß nicht wegschmeißen! mehr

Die "Game of Thrones"-Effekte

Jan Burda, «Visual-Effects-Artist» bei Mackevision zeigt die Arbeit an der Serie Game of Thrones.

Mittelalterliche Burgen, magische Wesen und imposante Landschaften prägen die Fantasiewelt der Serie "Game of Thrones". Gedreht wird in Nordirland, Island und Kroatien - viele der besonderen Bilder stammen aber aus Deutschland. mehr