Arbeiterbildung schöpft Hoffnung

Reutlingen.  Die Ankündigung der Arbeiterbildung, ihre Beratungsarbeit aus finanziellen Gründen einstellen zu müssen, hat große Resonanz hervorgerufen.

Der Verein Arbeiterbildung schöpft Hoffnung. Die Ankündigung, ihre kostenlose und unabhängige Beratungsarbeit aus finanziellen Gründen einstellen zu müssen, führte zu einer breiten Reaktion in der Reutlinger Öffentlichkeit, heißt es in einer Mitteilung.

Der ganze Vorstand und Sozialberater Peter Langos waren überrascht, von so vielen Leuten angesprochen zu werden, die bedauerten, falls es zu einer Beendigung der bisherigen Beratungsarbeit für Erwerbslose kommen würde. Auf der Reutlinger Kundgebung zum 1. Mai des DGB bekamen sie auch Zuspruch aus dem ganzen politischen Spektrum. Motivierend sei jetzt vor allem die konkrete finanzielle Hilfe, die erste Spender der Arbeiterbildung fest zusagten und auch schon zukommen ließen, meinte sichtlich erleichtert Daniel Dohmel, Rechtsanwalt und Vorstandsvorsitzender.

Als erstes wurde jetzt wieder ein Telefonanschluss beantragt, der in der aussichtslosen finanziellen Lage abgemeldet werden musste.

Dohmel dankte den ersten Spendern, darunter dem Journalisten Michael Hahn, franz.K-Geschäftsführer Andreas Roth, Grünen-Bundestagsabgeordneter Beate Müller-Gemmeke, der Bundestagsabgeordneten der Linken, Heike Hänsel, FDP-Landtagsabgeordnetem Hagen Kluck, der Personalvermittlung REFUGIO, der Gewerkschaft Verdi Fils-Neckar-Alb und dem kommunalen Arbeitskreis der Grünen in Reutlingen.

Diese schnelle Unterstützung lasse jetzt die Hoffnung aufleben, mit weiteren Spenden doch noch bis 21. Mai die 10 000 Euro zu erhalten, die man für die Weiterführung der Arbeit bis Jahresende benötige. Dies sei auch die Voraussetzung, um die Grundlage für eine nachhaltige Weiterarbeit ab 2011 zu legen. In diesem Falle werde man gerne das Angebot für eine kulturelle Benefiz-Veranstaltung im Juni im franz.K. aufgreifen, so Dohmel.

Das Ziel bleibe, die unabhängige und kostenlose Erwerbslosenberatung zu erhalten und möglichst auszubauen. Ein Rückgang der Ratsuchenden sei aktuell nicht absehbar.

Kontakt für Spender: Telefon: 07121- 43314-04 (Fax -05), E-Mail arbi-rt@gmx.de melden. Sprechzeiten Montag, Mittwoch und Freitag 9.45 bis 12.30 Uhr, Freitags Treff mit Frühstück in der Oberamteistr. 28.


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10.05.2010

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