Abenteuerliche Fahrt auf der Großen Lauter
Gönningen. Zur Überraschung der Albvereins-Ortsgruppe fanden sich dieses Jahr 31 Kinder und Jugendliche von sechs bis 17 Jahren aus Gönningen, Bronnweiler und Irland zum Zeltlager auf den Roßbergwiesen ein.
Begleitet wurden die Zeltlager-Teilnehmer von neun erwachsenen Mitgliedern der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins, heißt es in einer Mitteilung. Nach und nach kamen donnerstag-nachmittags alle Teilnehmer und bauten in Regenpausen ihre Zelte auf. Insgesamt bestand die kleine Zeltstadt aus 14 Zelten.
Bereits am ersten Tag konnten sich alle durch ein gemeinsames Geländespiel kennenlernen. Anschließend wurden die Lagerwachen eingeteilt, denn es galt die Albvereins-fahne zu bewachen und zu sichern. Der Regen hatte endlich aufgehört und abends wärmten sich alle am Grillfeuer auf. Feuermacher Markus hatte vorgesorgt und bis in die späte Nacht hinein wurde Holz nachgelegt.
Durch die zahlreichen Angebote, wie Federball spielen, Bogen schießen, Fussball spielen, Wikingerspiel, Brettspiele, Poker und Slakline, konnte jeder seinen Interessen nachgehen. Nachdem die Regenwolken am Freitagmorgen endgültig abgezogen waren, freuten sich alle auf das Highlight des Zeltlagers.
Im Konvoi der Autos fuhren alle zu einer Kanufahrt der besonderen Art ins Große Lautertal. Hier galt es etwa fünf Stunden lang seine Kräfte einzuteilen, um diese anstrengende und abenteuerliche Fahrt durchzustehen. Ein großer Teil flog, bedingt durch große Wassermassen und Stromschnellen, ins kühle Nass und hatte große Mühe, das geschöpfte Wasser wieder auszukippen und wieder ins Boot zu kommen.
Unterwegs musste angelandet werden und die Stellen der Lauter, die nicht befahrbar waren, zu Fuß umgangen werden. Die Kanus wurden bis zum Wiedereinsetzen getragen oder auf Raduntersätze gesetzt. Bei der Feuerstelle unterhalb der Burg Derneck war bei herrlichem Sonnenschein Picknick und Erholung angesagt. Die wärmende Sonne war willkommen und konnte nicht nur die Herzen erwärmen. Die nassen Klamotten wurden durch trockene ausgetauscht. Die Schuhe musste man größtenteils wieder nass anziehen.
Die große Kanutour begann bei Buttenhausen, und nach der Rast wurde die restliche Strecke voll bis Indelhausen bewältigt . Ein wenig erschöpft und doch glücklich über das Geleistete und Erlebte wurde wieder die Heimfahrt zum Zeltlager angetreten.
Mit Hilfe der Köchin Hanna konnte man bei "Chili con carne" wieder Kräfte sammeln. Überraschend standen abends alle "Gewehr bei Fuß", als ein Nacht-Geländespiel von Technik-Freak Michael startete. Hier galt es - mit Netbook und USB-Stick - als Händler Gold, Silber oder Bronze einzukaufen und zu verkaufen. Auf verschiedenen Posten im Gelände, etwa 300 Meter von einander entfernt, war eine Mannschaft von Räubern aufgestellt. Ziel war es, von denen nicht beraubt zu werden.
Nach Mitternacht fielen dann doch fast alle, außer der Lagerwache, erschöpft in die Kojen. Ein großes Lob galt den Bewachern, denn durch zahlreiches und umsichtiges Auftreten konnte ein nächtlicher Besuch von jungen Erwachsenen und das Rauben der Fahne verhindert werden.
Mit zunehmendem Sonnenschein wanderten am Samstagvormittag nahezu alle in das Öschinger Freibad, in dem sie sich austoben konnten. Hierbei wurden viele durch Markus unterstützt, was viel Spaß bereitete.
Anschließend ging es wieder zurück ins Zeltlager und da galt es, unter anderem ein Spiel aus Leder unter Anleitung von Ilona und Xenia zu erstellen. Mit großem Hunger wurden danach die "Hamburger" verschlungen.
Abends genossen alle Teilnehmer und Besucher die Lagerfeuerromantik. Hierbei wurde auch das Zusägen von Baumkerzen durch Matthias mit der Motorsäge bewundert.
Am Sonntagvormittag, dem letzten Tag des Zeltlagers, konnten dann mit viel Mühe alle zu einer abschließenden Schnitzeljagd mit Rätselraten motiviert werden. Das Programm wurde mit einer Wanderung auf den Hohen Roßberg zum Eis essen beim Wanderheim beendet. Nach dem Mittagessen galt es, die Zelte abzubauen. Die eingetroffenen Eltern halfen dabei.
Fazit: Ein wieder durch zahlreiche Teilnehmer besuchtes Zeltlager ist erfolgreich zu Ende gegangen und hat große Begeisterung hervorgerufen. Dies wird nun schon viele Jahre im Sommer auf den Roßbergwiesen durchgeführt und erfreut sich großer Beliebtheit.
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02.09.2010
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Die Hunde sind auch dabei: Das Jugendzeltlager des Schwäbischen Albvereins auf den Roßbergwiesen erfreut sich stets großer Beliebtheit. Foto: Privat
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