75 Kubikmeter Hinterlassenschaften beseitigt

Die große Frühjahrsputzete der Stadt verlief auch bei ihrer 13. Auflage sehr erfolgreich. Mehr als 3400 „flotte Feger“ sammelten 75 Kubikmeter wilden Müll ein, den Umweltsünder achtlos weggeworfen hatten.

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Justin, Cedrik und Manuel von der Oberlinschule in aktion.  Foto: 

Bei kühlem Wetter war am Samstag eine ganze Armada „flotter Feger“ auf den Beinen. Mehr als 3400 Personen sammelten 75 Kubikmeter Müll ein, bilanzierte Jan-Uli Kilian, der zuständige TBR-Projektleiter. Auch in diesem Jahr galt es, die Stadt von zivilisatorischen Hinterlassenschaften zu befreien. Aufgeräumt wurde auf Gehwegen, an Bachläufen, Grillplätzen und Freizeitanlagen, Grünanlagen und andere öffentliche Flächen. Aufgerufen waren Schulen, Kindergärten, Vereine, Organisationen und alle Bürger. „Wir wollen durch diese gemeinschaftliche Aktion das Bewusstsein für eine saubere Stadt und Landschaft stärken“, hatte es im Vorfeld der Putzete geheißen.

Kinder aus 28 Schulen und Kindergärten – sie sind in der Gesamtzahl enthalten – hatten schon unter der Woche Unrat im Umfeld ihrer Einrichtungen beseitigt. Den Höhepunkt erreichte das Putzfieber am Samstag, als sich in der Kernstadt und den Bezirksgemeinden die Müllsammler aus drei Generationen auf die Socken machten.

Finanzbürgermeister Alexander Kreher eröffnete die Aktion am Glashaus der Pomologie pünktlich um 10 Uhr. „Stellvertretend für alle teilnehmenden flotten Feger danke ich Ihnen, auch im Namen des Gemeinderats. Sie sammeln heute den Müll ein, den andere Bürger weggeworfen haben“, sagte er. Als Erste waren die 13-jährigen Manuel, Cedrik und Justin von der Oberlinschule aufgetaucht. „Weil wir die Stadt sauber haben wollen und weil wir hier öfters rumhängen“, begründeten sie ihre Stadtputzete-Premiere. Unter den Helfern, die auf der Pomologie, im Volkspark, am Kepler-Gymnasium und auf der Rennwiese für Sauberkeit sorgten, waren auch drei Dutzend Männer und Jungs der muslimischen Ahmadyyia-Gemeinde. TBR-Mitarbeiter Dan Welther und Thomas Echtler hatten sie, wie alle anderen auch, mit Handschuhen, Greifzangen und blauen Säcken ausgestattet. Als kleines Geschenk gab es für jeden Mitmacher ein orangefarbenes T-Shirt mit der Aufschrift „Flotter Feger“.

Unter dem guten Dutzend, das im Sport- und Freizeitpark Markwasen, auf den übel vermüllten Parkplätzen der Fachhochschule, die von den TBR nur ein Mal im Jahr gesäubert werden, entlang der Schlattwiesenstraße und auf der Jungviehweide für Ordnung sorgte, waren auch drei Behinderte mit Begleitung im Einsatz. Andreas Ketterling hatte sie ausgestattet.

Um die Vermüllung zwischen Seestraße bis zur Zelle kümmerte sich wieder das Christliche Zentrum mit 20 Personen, mit 35 Leuten war die türkische Gemeinschaft abermals in der Tübinger Vorstadt unterwegs. Auch der Vietnamesische Verein Reutlingen war erneut mit von der Partie, spürte im Efeu Müll auf.

Das gute, dennoch erschreckende Ergebnis der 13. Stadtputzete wurde ab 12.30 Uhr auf dem Hof des TBR-Betriebsgeländes deutlich. Die städtischen Entsorger karrten mit 13 Kleintransportern und einem speziell ausgestatteten Lastwagen rund 75 Kubikmeter eingesammelten Müll jeglicher Art an. Derweil stärkten sich die „Flotten Feger“ mit einem wohlverdienten Vesper und genossen das bunte Rahmenprogramm samt Stadtkapelle.

Die Organisatoren mit Hans Fröb, Matthias Kuster, Jan-Uli Kilian, Monika Serrancoli und Susanne Zahner-Berger an der Spitze waren „hocherfreut“, vor allem über die vielen Kinder, die die Hälfte der Teilnehmer stellten.

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