2017 soll befreiend werden

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Der Januar brachte den Pfullingern Schnee, der Juli soll für „frischen Wind“ sorgen. Letzteres versprechen die Kirchen. Foto: Evelyn Rupprecht  Foto: 

Frischer Wind – belebt – bewegt – befreit“: Würde das Motto des Ökumenischen Stadtkirchentags, den die Pfullinger nach 2013 in diesem Juli zum zweiten Mal ausrichten, für das ganze Jahr gelten – es ließe sich was draus machen aus 2017. Doch ob die nächsten zwölf Monate tatsächlich so belebend, bewegend und befreiend werden, ist fraglich. Schlicht, weil der Haushaltsplan für dieses Jahr kaum finanzielle Spielräume lässt, weil Investitionen Mangelware sein werden und weil die Stadt sich ganz heftig im Sparen üben muss. Großprojekte wie eine neue Sporthalle, die 2016 eingeweiht wurde, werden heuer nicht zu stemmen sein. Aber immerhin wären da noch zwei Spatenstich-„Überbleibsel“ aus dem vergangenen Jahr, die 2017 in Betrieb gehen können.

Ersteres von beiden wird bereits in wenigen Tagen eingeweiht. Das Haus Achalmstraße 71/1, das die Stadt in den vergangenen neun Monaten für 90 sozial Schwache, Obdachlose und Flüchtlinge gebaut hat, wird am 12. Januar seiner Bestimmung übergeben. Das Objekt war zwar umstritten – die Anwohner hatten Unterschriften gesammelt, weil ihnen die Dimension des Hauses Sorge bereitet –, nun aber soll es einen wesentlichen Beitrag zur Unterbringung von Asylbewerbern leisten. Füchtlinge werden ein Drittel des Gebäudes belegen, und durch Umzüge und Umplanungen werden weitere andere städtische Wohnungen frei, in denen Asylbewerber unterkommen könnten.

Beim zweiten städtischen Neubau in diesem Jahr handelt es sich um eine Erweiterung. Die Realschule wird vergrößert. Der Rohbau an der Schlossstraße steht schon, der Innenausbau ist im Werden und offiziell eröffnen kann die Stadt die zusätzlichen Klassenräume wohl in diesem Sommer.

Zwar kein Hochbau, aber immerhin ein prägendes Vorhaben von öffentlicher Hand ist derweil der Passy-Platz, der nun, nachdem das Dienstleistungs- und Einkaufszentrum im August eröffnet wurde, aufgehübscht werden soll. Eine knappe Million Euro ist für diese – einzigen größere – Neu-Investition im Etat vorgesehen. Ob allerdings auch der lädierte Marktplatz in diesem Jahr unter den Presslufthammer kommt, darüber muss der Gemeinderat erst noch diskutieren.

Bereits festgeklopft sind indes die wichtigen gesellschaftlichen Termine, die die Pfullinger 2017 erwarten. So lädt die Stadt am 29. Januar um 17 Uhr zum Bürgerempfang in die Pfullinger Hallen ein. Johannes Wendelstein, der Vorsitzende des Jugendgemeinderates, wird die Begrüßung übernehmen, Bürgermeister Michael Schrenk Ein- und Ausblicke in und auf 2017 geben und LinkMichel sein Frisch-dressiert-Programm auf die Bühne bringen. Keine zwei Wochen später wird der Pfullinger Jugendgemeinderat übrigens noch einmal in Aktion treten. Am 10. Februar gehört er – neben Jugendbüro und KSK – zu den Veranstaltern des ersten Pfullinger Poetry Slams. Die Dichter-Wettstreit-Premiere beginnt um 19.30 Uhr in der KSK.

Nicht ganz, aber doch relativ neu ist derweil auch die Idee, passend zum Rathaussturm am Schmotziga Doschdig ein Narrendorf auf dem Marktplatz aufzubauen. Am 23. Februar wird es soweit sein. Der nächste größere Event in der Stadtmitte folgt am 19. März. Dann ist das so genannte Frühlingserwachen mit verkaufsoffenem Sonntag.

Den Frühling und Sommer über werden indes die Kirchen das Geschehen in der Stadt prägen. Das Jubiläumswochenende 50 Jahre Magdalenenkirchengemeinde ist vom 29. April bis 1. Mai, und das Straßenfest zum 150-jährigen Bestehen der evangelisch-methodistischen Kirche wird am 25. Mai mit einem Fest in der Wolfgangstraße und am 28. Mai mit einem Festgottesdienst begangen. Vom 14. bis 16. Juli ist dann nach vier Jahren Pause der zweite große Ökumenische Stadtkirchentag, den die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen bereits jetzt bis ins Detail plant. Die Vorbereitungen, heißt es von Seiten der Kirchen, laufen auf Hochtouren, verschiedene Gruppen werden sich an einem Sternmarsch beteiligen, einen Festgottesdienst wird es genauso geben wie einen Pilgerweg und ein Kabarett-Programm  sowie weitere begleitende Veranstaltungen für Jugendliche und Erwachsene.

Eifrig geplant wird aber auch an einem anderen Ereignis, das am 1. und 2. Juli Premiere feiern soll: Das Netzwerk Kommunikation und Events bereitet schon jetzt die Gewerbeschau „Pfullingen zeigt sich“ vor. An den Pfullinger Hallen und an und in der Schönberghalle sollen sich Firmen, Gruppen und Einrichtungen präsentieren können.

Nach einem kleinen Sommerloch im August werden die Pfullinger im September wieder durchstarten. Am 16. und 17. September stellt der VfL erneut eine Nordic Trophy mit Skirollersprint in der Innenstadt und Skispringen am Ursulaberg auf die Beine. Am 24. September ist dann erneut verkaufsoffen, und die Stadt lädt zum Kreativ- und Biosphärenmarkt ein.

Im Oktober wird vor allem das Reformationsjubiläum gewürdigt. Am 15. des Monats wird es einen Stationen-Gottesdienst in und um die Martinskirche geben, am 31. Oktober folgt eine Nacht der Kirchenmusik zu 500 Jahre Reformation.  Ein Orgelkonzert dazu ist außerdem am 12. November in der Martinskirche.  Und dann ist’s auch schon Anfang Dezember und damit auch der erste Advent. An dem ist traditionell der Pfullinger Weihnachtsmarkt – und das vielleicht schon auf  einem sanierten Marktplatz.

Jahre wird die Magdalenenkirchengemeinde in Pfullingen heuer alt. Das soll mit einem ganzen Jubiläumswochenende vom 29. April bis 1. Mai gefeiert werden.

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