2000 Narren und tausende Zuschauer machen Eningens Straßen unsicher

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Zünftig ging's am Samstagabend in Eningen zu. Mit dem Dämmerungsumzug der Häbles-Wetzer waren nicht nur knapp 2000 Narren in die Achalmgemeinde gekommen, auch entlang der Strecke war's "g'naglt voll".

Der Nachtumzug der Häbles-Wetzer hat Tradition. Doch weil in den vergangenen Jahren immer um Mitternacht Schluss war mit der Narrenparty, hatten sich die Eninger dieses Mal für ein Novum entschieden und zu ihrem ersten Dämmerungszug eingeladen. Dementsprechend ging es bereits um 17.31 Uhr los. Mehrere Böllerschüsse markierten den Start und ließen keinen Zweifel daran, dass die Narren wieder los sind. Und während die ganz kleinen Umzugsbesucher das närrische Treiben dank des früheren Starts bis zum Ende miterleben konnten, gaben die Hästräger alles, um ihrer Rolle als Winteraustreiber gerecht zu werden.

Hexen und Teufel sprangen deshalb durch die Straßen, trieben Schabernack mit den Zuschauern, zupften am ein oder anderen Hütchen, wälzten sich über die Straße oder verteilten manche Süßigkeit, wenn der Schreck ein wenig zu tief saß. Damit nicht genug zeigten viele der 38 teilnehmenden Gruppen unterschiedlichste Choreografien, führten - wie beispielsweise die Gomaringer Käsperle - ihren Tanz auf oder bildeten menschliche Pyramiden, die in den Eninger Nachthimmel ragten.

"Wir sind zufrieden", meinte Zunftmeister Thomas Hummel deshalb mit Blick auf den Umzug. Denn mit rund 2000 Narren von 38 Zünften und Gruppen war erneut eine Menge geboten. Außerdem sei die Wegstrecke laut den Streckenposten "g'naglt voll" gewesen, so dass die Zahl der Besucher ebenfalls erneut in die Tausende gegangen sein dürfte.

Bei so viel närrischem Treiben machten die Zuschauer aber gern mit. Und dass mal eine Backe schwarz angemalt wurde, gehörte eben dazu, sonst wäre es ja nicht die närrische Zeit. Weil die Stimmung hervorragend war, nutzten viele Gäste außerdem die Gelegenheit und tanzten zur Musik der zahlreichen Gugga- oder Lumpenkapellen ausgiebig mit.

Nur den Gruppen mit ihren Peitschern, denen wollte niemand zu nahe kommen. Schließlich machten die nicht nur ordentlich Krach. Ein Hieb mit der Knute wäre auch sicherlich äußerst schmerzhaft gewesen. Ein Erlebnis auf das alle lieber verzichteten und deshalb jede Menge Abstand ließen.

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