100 000 Euro Schaden

Einen Großeinsatz hatten die Feuerwehren, als es in der Firma Refu gegen 8.30 Uhr zu einem Chemieunfall gekommen war. Es brannte eine Lithium-Industriebatterie. Zum Glück wurde niemand verletzt.

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Starke Rauchentwicklung aus einer Werkshalle der Firma Refu in der Marktstraße hat am Freitagmorgen gegen 8.30 Uhr zu einem Großaufgebot von Polizei, Feuerwehren und Rettungsdienst geführt. Nach ersten Erkenntnissen hat vermutlich ein technischer Defekt in einer kühlschrankgroßen Lithium-Industriebatterie zunächst zu einer starken Rauchentwicklung und nachfolgend zum Brand der Batterie geführt.

Die Feuerwehr Pfullingen, die mit Unterstützung der Feuerwehr Reutlingen und der Bosch-Werksfeuerwehr mit elf Fahrzeugen und 52 Einsatzkräften vor Ort war, hatte den Brand schnell unter Kontrolle und konnte die Batterie rasch löschen. Verletzt wurde niemand, sodass der Rettungsdienst, der ebenfalls mit einem Notarzt und mehreren Rettungswagen vor Ort war, nicht eingesetzt werden musste. Mehrfache Messungen der Feuerwehr ergaben überdies zum Glück keine Hinweise auf bedenkliche Stoffe in den Rauchgasen.

Trotzdem wurden die in der Nähe liegenden Firmen von der Polizei aufgefordert, ihre Klimaanlagen und Lüftungen vorsorglich abzuschalten. Der Sachschaden wird auf mindestens 100 000 Euro beziffert, wobei alleine rund 60 000 Euro auf die Batterie entfallen und der Rest für die Säuberung der vom Rauchgasniederschlag verunreinigten Werkshalle zu Buche schlagen.

Die brennende Batterien wurde mit Lösch-Schaum bekämpft, wobei auch der Einsatz einer Drehleiter notwendig wurde. Sämtliche Feuerwehrleute, die sich in der Nähe des Brandherds befanden, mussten nach dem Einsatz ihre Kleidung samt Schuhen und Helm zur Dekontaminierung in bereitgestellte Tonnen legen.

Ein Chemieunfall kann auch immer bedeuten, dass über die Atemwege der unmittelbar Betroffenen giftige Substanzen eindringen. Wie Wilfried Müller, Einsatzleiter des DRK vor Ort, mitteilte, seien nur zwei Leute leicht verletzt worden, "die aber nach kurzer ambulanter Behandlung wieder entlassen werden konnten", sagte Müller.

Glück im Unglück: Bei anderen Chemieunfällen ist es zu Beginn nicht absehbar oder bestimmbar, welche Substanzen in die Umwelt gelangt sind. In Pfullingen, gleich an der Stadtgrenze zu Reutlingen, war dies am Freitag glücklicherweise kein Thema.

Dennoch rückten am frühen Vormittag insgesamt 52 Einsatzkräfte aus, darunter waren unter anderem Kreisbrandmeister Wolfram Auch sowie der Einsatzleiter Dietmar Rall, Feuerwehrkommandant von Pfullingen. Ferner waren der gerade erst einen Tag im Amt befindliche Bürgermeister Michael Schrenk gekommen und dazu noch Pfullingens Stadtbaumeister Karl-Jürgen Oehrle. Außerdem war Reiner Wenke von der Werksfeuerwehr Bosch am Brandort.

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