Magura erhält Innovationspreis

Bad Urach/Hülben.  TecPart-Innovationspreis für Magura: Das Bad Uracher Unternehmen wurde für die Neuentwicklung der Fahrrad-Felgenbremse ausgezeichnet, gefertigt werden die Kunststoffelemente in Hülben.

Stets neue Wege gehen, schnell und flexibel reagieren, verbunden mit einer verstärkten Ausrichtung auf den strategischen Schwerpunkt Kunststoff: Die Marschrichtung ist beim Bad Uracher Traditionsunternehmen Magura mit langjähriger Produktionsstätte in Hülben eindeutig vorgegeben, um sich von Mitbewerbern abzuheben. Für Geschäftsführer Edmund Hirth ist es keine Frage, auf dem richtigen Weg zu sein und er sieht sich durch die Verleihung des TecPart-Innovationspreis des Verbands Technische Kunststoffprodukte im Rahmen der derzeit in Düsseldorf stattfindenden "K"-Messe bestätigt: "Das ist ein deutscher Preis auf internationalem Parkett auf den wir stolz sind."

Bewertet werden von einer unabhängigen Jury mit Experten aus Wissenschaft, Kunststoff, Maschinenbau und -erzeugung sowie der Abnehmerindustrie herausragende, fertigungstechnische und kunststoffgerechte Lösungen von Kunststoffverarbeitern sowie der Ersatz anderer Werkstoffe durch Polymere. Magura erhielt dieser Tage den Preis in einer der 15 Kategorien für die Neuentwicklung der eigenen Fahrrad-Felgenbremse, deren Kunststoffteile werden in Hülben gefertigt.

Und so soll es laut Geschäftsführer Hirth auch bleiben: "Der Standort Hülben steht nicht zur Debatte", bekräftigte er bei der Präsentation des Preises. "Er ist für uns strategisch bedeutend und ein wichtiger Baustein für die Zukunft von Magura." Das war nicht immer so, vor etwa zehn Jahren stand der Bereich Kunststofftechnik innerhalb der Unternehmensgruppe noch auf der Kippe, heute ist er ein bedeutender Bestandteil: "Wir sind deutlich schneller aus der Krise herausgekommen als erwartet", freut sich Detlef Glaser, Leiter des Geschäftsfelds Kunststofftechnik.

Mit der strategischen Ausrichtung auf diesen Bereich verfolgt Magura ein klares Ziel: Es sollen so schnell und flexibel wie möglich die beste Lösung für den Kunden und für die eigene Produkte entwickelt werden. Glaser: "In Hülben werden hochkomplexe Kunststoffteile hergestellt, die am nächsten Tag in Bad Urach in unsere Produkte eingebaut werden." Doch nicht nur das, im Werk Hülben werden von den 70 Mitarbeitern auch hochtechnologische Anwendungslösungen für andere Branchen mit dem Schwerpunkt auf Maschinenbau produziert. "700 Produkte werden in Hülben hergestellt, wir sind sehr breit aufgestellt", erklärt Glaser.

Den Bürgermeister freuts, dass ein ausgezeichneten Betrieb mit Weltruf in Hülben ansässig ist und es bleiben wird: "Es ist gut zu wissen, dass sich ein mittelständischer Betrieb wie Magura zur Region bekennt", führte Siegmund Ganser aus, "und gleichzeitig noch innovativ nach vorne schaut."


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Autor: KIRSTEN OECHSNER | 30.10.2010

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