Wirtschaftskrise wirkt sich auf den Forst aus Für 2009 und 2010 gelingt trotzdem ein Plus
Zwiefalten. Die Wirtschaftskrise schlägt auch auf den Forst durch. Die Hiebzahlen in Zwiefalten sind gesunken, trotzdem konnte ein Plus erwirtschaftet werden.
Das Jahr 2009 war ein schwieriges für die Forstwirtschaft, wie Klaus Franz in der Gemeinderatssitzung berichtete. Die Wirtschaftskrise machte sich bemerkbar, es wurde weniger verkauft und die Preise gingen zurück. Von den geplanten 1900 Festmetern wurden nur 1228 geschlagen, besonders die Nachfrage im Selbstwerberholz war rückläufig. Das hatte auch Auswirkungen auf die Einnahmen: 40 000 Euro waren geplant, am Ende warens nur 31 000.
Doch trotz dieser schlechten Rahmenbedingungen ist es gelungen, ein positives Ergebnis zu erzielen - 17 475 Euro konnten verbucht werden, sogar 3000 Euro mehr als geplant. Geschafft wurde dies, weil das Forstamt schnell auf die Krise reagiert hat. So wurde nicht nur die Einschlaghöhe nach unten gefahren, sondern "wir haben auch die Ausgabenseite so weit wie möglich reduziert", so Franz.
Das heißt, dass nur die notwendigsten Pflegearbeiten ausgeführt wurden und auch das Nachpflanzen wurde auf das Jahr 2010 geschoben. "Sonst wären wir in die roten Zahlen gerutscht", betont Klaus Franz.
Auch der Plan für das laufende Forstwirtschaftsjahr ist von Vorsicht geprägt. "Wir wissen nicht, wie sich der Wald entwickelt", erläutert Franz. Zwar sieht es so aus, als würde sich die Lage in Zukunft wieder bessern, doch wann genau dies der Fall ist, kann heute noch niemand sagen.
1800 Festmeter Holzeinschlag sind vorgesehen, der Schwerpunkt liegt beim Nadelholz. 15 000 Euro an Einnahmen könnten so erreicht werden. Lob für die Planung und den Vollzug gab es von Gemeinderat Klaus Käppeler, der befürchtet hatte, "dass wir sogar noch Geld bringen müssen".
Zudem stehen Änderungen in Sachen Forstwirtschaft bevor. Das neue Forsteinrichtungswerk steht und wird dem Gemeinderat beim Waldbegang am 16. April vorgestellt. Dabei geht es unter anderem auch um den Hiebsatz: Der soll nach Ansicht einiger Gemeinderäte reduziert werden. Karl Schmid etwa befindet ihn, gemessen an der Größe des Gemeindewaldes, für zu hoch. Was genau alles geändert wird, und auch ob es andere Bepflanzungsmöglichkeiten gibt - darüber kann sich das Gremium dann vor Ort im Wald informieren.
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Autor: ANJA MADER | 05.03.2010
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