Ziele stellenweise sogar übertroffen
RegioBusiness: Sie haben dem Jahr 2011 das Prädikat "gut" gegeben. Woran machen Sie diesen Erfolg fest?
Thomas Menke: Das wirtschaftliche Umfeld unserer Region hat sich weiter stabilisiert. Die Sparkasse Tauberfranken hat 2011 die selbst gesetzten Ziele erreicht, stellenweise sogar übertroffen. Wir wachsen und können durch unser gutes Jahresergebnis das Eigenkapital stärken.
RegioBusiness: Was hat sich die Sparkasse Tauberfranken für 2012 vorgenommen?
Menke: Wir wollen unsere Marktführerschaft in der Region weiter ausbauen und die Kreditversorgung des Mittelstandes im Main-Tauber-Kreis sicherstellen. Wir stellen uns den Anforderungen unserer Kunden und den aufsichtsrechtlichen Fragen.
RegioBusiness: Wie werden Sie diese Ziele erreichen?
Menke: Mit einer verantwortungsvollen, wertorientierten Geschäftspolitik, mit der wir uns bewusst vom Wettbewerb absetzen. Dies hat hohen Stellenwert für die Umsetzung einer nachhaltigen Geschäftspolitik im Einklang von Ökonomie, Ökologie und Sozialem.
RegioBusiness: 2012 jährt sich die Fusion der Sparkasse Tauberfranken und der Kreissparkasse zum zehnten Mal. Im Rückblick nennen Sie den Zusammenschluss richtig und zukunftsweisend. Was wäre anders, wenn es die Fusion nicht gegeben hätte?
Menke: Ohne die Fusion gäbe es weiterhin zwei rechtlich selbstständige Sparkassen in einem Landkreis. Jede für sich wäre vermutlich nicht so leistungsstark und handlungsfähig, wie wir es heute sind.
RegioBusiness: Die Sparkasse Tauberfranken ist Marktführer in der Region. Was tun Sie, auch im Kundenkontakt, um diese Position zu halten?
Menke: Indem wir uns selbst hinterfragen. Das geschieht durch laufende Betrachtung unserer Betriebsprozesse, die wir permanent optimieren, um unseren Kunden direkt und unbürokratisch zu helfen und zu beraten. Zum anderen suchen wir den Dialog mit unseren Kunden. Das tun wir täglich in persönlichen Gesprächen in den rund 60 Geschäftsstellen oder auch im Rahmen von systematisierten Kundenbefragungen.
RegioBusiness: 2011 haben Ihre Kunden zunehmend in sichere Anlagen wie Immobilien, Lebensversicherungen und Bausparverträge investiert. Wird dieser Trend länger anhalten?
Menke: Davon gehen wir aus. Das bestätigen die Ergebnisse des "Vermögensbarometers 2011" einer repräsentativen Studie, die das Wirtschafts- und Finanzforschungsinstitut Icon im Auftrag der Sparkassen durchgeführt hat. Demnach gewinnt Immobilieneigentum in Deutschland weiter an Wertschätzung.
RegioBusiness: Ihre Prognose: Wo steht die deutsche Wirtschaft am Ende des Jahres?
Menke: Die Aussichten trüben sich vor dem Hintergrund einer sich verselbstständigenden Staatsschuldenkrise immer mehr ein. Die weiteren Aussichten hängen maßgeblich davon ab, wie sich die Auslandsnachfrage entwickelt. Das deutsche Finanzsystem ist in den letzten beiden Jahren widerstandsfähiger geworden. Allerdings zeichnen sich Belastungen ab. Durch die Erfüllung der Basel-III-Richtlinien, das Erreichen der neuen Kernkapitalquote von neun Prozent bis zum 30. Juni 2012 sowie eines teilweise enormen Refinanzierungsdrucks, dürften einige Banken 2012 nur wenig Spielraum haben. Die Basel-III-Anforderungen aus den verschärften Eigenkapitalanforderungen erfüllt die Sparkasse Tauberfranken übrigens problemlos.
RegioBusiness: Und im Main-Tauber-Kreis?
Menke: Die Auftragsbücher der Unternehmen aus dem Main-Tauber-Kreis sind derzeit gefüllt. Vieles hängt jetzt davon ab, wie sich die Schuldenkrise und die Nachfrage angeschlagener Staaten nach Produkten "Made in Tauberfranken" entwickeln.
· Die Fragen stellte
Katharina Gabel
www.sparkasse-tauberfranken.de
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Autor: SWP | 03.02.2012
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Zufrieden: Der Vorstand der Sparkasse Tauberfranken, Wolfgang Reiner, Thomas Menke und Markus Biere (v.li.), sehen sich in ihrem Geschäftskonzept bestätigt. Foto: Gabel
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